Aktuelle Nachrichten

Vom 15. bis 18. und vom 18. bis 21. Oktober 2018 finden im Exerzitienhaus „Bethanien” in der Stadt La Falda, Provinz Córdoba, in Argentinien Folgen Exerzitien für die Apostel der Barmherzigkeit Gottes statt. Das Thema dieser Tage lautet: „Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden”. Die Exerzitien werden von Sr. Confida Gilera und Sr. Gaudia Skass aus der Gemeinschaft der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit in Washington und Boston sowie von den Oratorianer Patres, die die Botschaft der Barmherzigkeit in Argentinien verkünden, geleitet. Die Teilnehmer kommen aus Argentinien, Bolivien, Chile und Paraguay. Die Organisatoren erwarten bis zu 600 Teilnehmer, die sich in 3 Gruppen aufteilen.

Am 22. Oktober 2018 (im Kontext mit dem 40. Jahrestag des Beginns des Pontifikates von Papst Johannes Paul II.) gestalten die Schwestern der Gemeinschaft der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit in Washington den nächsten „Abend mit dem Barmherzigen Jesus”. Diese Veranstaltungen finden monatlich im Nationalheiligtum des hl. Johannes Paul II. statt. Das Treffen beginnt um 19.00 Uhr mit der Aussetzung des Allerheiligsten Sakramentes und der Anbetung des barmherzigen Jesus. Nach dem gemeinsamen Gebet hält Prälat Vito Buonanno, der täglich in der Basilika der Unbefleckten Empfängnis in Washington tätig ist, einen Vortrag über die herausragenden Aspekte in der Lehre des hl. Johannes Paul II. für die Jugendlichen. Zum Abschluss findet ein Beisammensein bei Tee mit einem Zeitfenster für „Frage und Antwort“ statt. Die „Abende mit dem Barmherzigen Jesus” richten sich an die Jugendlichen, die in die Fußstapfen der hl. Faustina und des hl. Johannes Paul II. treten und eine neue Qualität des Lebens in Freundschaft mit dem barmherzigen Jesus entdecken möchten.

„Heilige Faustina im Glanz der Barmherzigkeit” – so lautet der Titel eines neuen Filmes über die Apostelin der Barmehrzigkeit Gottes. Der Autor ist Piotr Wejchert. Es ist ein Projekt, in dem mit den Worten von Zeugen berichtet wird, u.a. über das Leben der hl. Faustina und die Macht der Barmherzigkeit Gottes; was vor 80 Jahren im Kloster passiert ist; welche Früchte ihre prophetische Mission in den Menschen, in der Kirche und der Welt bringt. Die Produzenten sind eine Film-Gruppe und ein Nationales Kulturzentrum. Die Premiere wurde auf den 17. Oktober in Warschau terminiert.

Am 19. Oktober 2018 beginnt in der Hauptstadt der Niederschlesien-Region der Fernsehsender EWTN Polen seine Tätigkeit. Die polnische Filiale des weltbekannten, von Mutter Angelika gegründeten Senders, wird zuerst im Internet zu empfangen sein, später auch per Satellit und über Kabel. Auf dem täglichen Programm stehen: das Gebet in der Stunde der Barmherzigkeit und der Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes aus dem Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki, welche die Schwestern der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit gestalten. EWTN Polen nutzt die On-line-Übertragung auf der Internetseite: www.faustyna.pl

Unter diesem Titiel ist im Verlag „Misericordia” zum 80. Sterbetag der Apostelin der Barmherzigkeit Gottes, ein neues Buch erschienen. Es enthält die Vorträge, Konferenzen und Vorlesungen von Sr. M. Elzbieta Siepak aus der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit, die sie während der verschiedenen Kongresse, theologischen Symposien und Treffen, die sie innerhalb von 10 letzten Jahren begleitet hat. Der Thehemenkreis bezieht sich auf die Spiritualität der hl. Faustina: das Ergründen der Barmherzigkeit Gottes, die Haltung des Vertrauens gegenüber Gott und der Barmherzigkeit gegenüber den Nächsten, das Gebet, die Sünde, das Leiden, die Heiligkeit, die Berufung zum Gott geweihten Leben sowie die Rolle der Priester in der Verkündung der Botschaft der Barmherzigkeit Gottes. Das Buch ist im Verlag im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki erhältlich.

Peter und Judas. Zwei Geschichten und die Barmherzigkeit Gottes – unter diesem Motto finden vom 27. bis 31. Januar 2019 im Heiligtum in Krakau-Lagiewniki Exerzitien für Priester statt. Sie werden als lectio divina von P. Krzysztof Wons SDS (Exerzitienprediger, Seelenführer, Direktor des Zentrums der Geistlichen Ausbildung in Krakau, Professor für die Spiritualität) geleitet. Die Vorträge über die Spiritualität der hl. Faustina (am ersten und letzten Tag) werden von Sr. M. Elżbieta Siepak (Authorin von zahlreichen Publikationen über das Leben und die Sendung der hl. Faustina, Pressepsrecherin der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit) gehalten. Die Teilnehmer können in der Atmosphäre der Stille und des Schweigens, im Gebet und in der geistigen Begleitung der hl. Faustina, das Geheimnis der Barmherzigkeit ergründen und erfahren, um dieses später der Welt zu verkünden, damit sich das Versprechen Jesu erfüllen kann, das im „Tagebuch der. hl. Faustina” steht: Jenen Priestern, die meine Barmherzigkeit künden und rühmen, werde Ich besondere Macht geben, ihre Worte salben und die Herzen, zu denen sie sprechen, werde Ich bewegen (TB 1521). Die Exerzitien werden ausschließlich in polnischer Sprache abgehalten.

Im Leben der Kirche in Polen ist die schöne Tradition der Rosenkranzandachten im Monat Oktober tief verwurzelt. Diese werden in jeder Kirche, in den Kapellen und geistlichen Gemeinschaften gebetet. Im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki findet die Andacht in der Kapelle mit dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina täglich um 19.00 Uhr statt. An Sonntagen sowie am Herz-Jesu-Freitag um 18.30 Uhr. Die Gebete in Krakau-Lagiewniki sind auch online auf der Internetseite www.faustyna.pl zu verfolgen.

Wenn wir weiter den Fußstapfen der hl. Faustina folgen, erreichen wir im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki das Gebäude, das sich entlang der Faustina-Straße befindet. Die Schwestern nennen dieses „Antoninek”. Das alte, mehrstöckige Gebäude mit der ehemaligen Pforte wurde abgerissen. Ein neuer Bau mit Zimmern für die Pilger wurde errichtet. Hier hat auch der Verein der Apostel der Barmherzigkeit Gottes „Faustinum” seinen Sitz.

Schwester Faustina wohnte im ersten Stock in „Antoninek” vom September 1937 bis zum März 1938. Seit Januar 1938 war sie sehr krank und hat die meiste Zeit in ihrem Zimmer verbracht. In dieser Zeit schrieb sie mehr als 50 außergewöhnliche Gnaden in ihrem Tagebuch nieder. Es waren vor allem die Treffen mit Jesus. Diese bezogen sich auf die Mission der Verkündung der Botschaft der Barmherzigkeit, auf das geistliche Leben und die Stärkung im Kampf gegen den bösen Geist. An diesem Ort schrieb Sr. Faustina die bekannten Worte Jesu nieder: Im Alten Testament habe Ich zu meinem Volk Propheten mit Blitz und Donner gesandt. Heute sende ich dich zu der ganzen Menschheit mit meiner Barmherzigkeit (TB 1588). Hier hörte sie auch einige Verheißungen Jesu, die den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes, die Verkündung der Botschaft der Barmherzigkeit und die Stunde der Barmherzigkeit betrafen.

Ich erinnere dich daran, meine Tochter, dass du, so oft du die Uhr die dritte Stunde schlagen hörst, dich ganz in meine Barmherzigkeit versenkst, sie verherrlichst und sie preist. Rufe ihre Allmacht herab für die ganze Welt, besonders aber für die armen Sünder, denn jetzt steht sie für jede Seele weit geöffnet. In dieser Stunde kannst du alles für dich selbst und für andere erbitten. In dieser Stunde kam die Gnade für die ganze Welt. Barmherzigkeit besiegte die Gerechtigkeit. Meine Tochter, bemühe dich in dieser Stunde, den Kreuzweg abzuhalten.

Wenn dir das aber nicht möglich ist, dann gehe für eine Weile in die Kapelle und verehre mein Herz, das voller Barmherzigkeit im Allerheiligsten Sakrament verweilt. Falls dir auch das nicht möglich ist, versenke dich, wenn auch nur kurz, im Gebet, an dem Ort, wo du gerade bist. Ich verlange für meine Barmherzigkeit Ehre von jedem Geschöpf, aber zu allererst von dir, denn dir gab Ich dieses Geheimnis am tiefsten zu erkennen (TB 1572).

An diesem Ort erlebte sie auch ein wichtiges Treffen mit der Mutter Gottes: In großer Helligkeit erblickte ich die Muttergottes. Sie trug ein weißes Kleid mit kleinen goldenen Sternen übersät, die Ärmel im Dreieck mit Gold ausgeschlagen. Ihr Mantel war himmelblau, leicht um die Schultern gehüllt, auf dem Haupt trug sie einen leicht aufgelegten, durchsichtigen Schleier; die Haare waren offen, schön zurechtgelegt; sie trug eine goldene Krone, mit Kreuzchen an den Zacken. Auf dem linken Arm hielt sie das Jesuskind. So hatte ich die Muttergottes noch nicht gesehen. Sie schaute mich gütig an und sagte: «Ich bin die Muttergottes der Priester.» Sie ließ das Jesuskind von ihrem Arm auf die Erde herab, erhob ihre rechte Hand zum Himmel und sagte: «O Gott, segne Polen, segne die Priester.» Dann sagte sie mir: «Sag das, was du gesehen hast, den Priestern.» (TB 1585).

Wenn wir weiter den Spuren der hl. Faustina im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki folgen, werden wir eine längere Zeit vor dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina inne halten. In dieser Kapelle verbrachte die Apostelin der Barmherzigkeit Gottes während ihres Aufenthaltes in Krakau täglich mehrere Stunden im Gebet. Hier erlebte sie 116 Visionen und mystische Begegnungen mit der Heiligen Dreifaltigkeit, mit Jesus und der Mutter Gottes sowie mit den Heiligen und den armen Seelen. Von großer Bedeutung sind beispielsweise schöne Gespräche zwischen Gott und verschiedenen Seelen: einer sündigen (TB 1485), verzweifelten (TB 1486), leidenden (TB 1487), einer, die zur Vollkommenheit strebt (TB 1488) und einer vollkommenen (TB 1489), die Schwester Faustina in ihrem „Tagebuch” niedergeschrieben hat. Diese entdecken die Größe der Liebe Gottes zu jedem Menschen und zeigen den Weg zur Vereinigung mit ihm. In der Kapelle in Lagiewniki sah Schwester Faustina Jesus (27 Mal) oder hörte ihn (fast 60 Mal). Wichtig sind hier besonders diese Jesu-Visionen, die die biblischen Ereignisse betreffen: Jesu Einzug in Jerusalem, die Einsetzung der Eucharistie, die Paschamysterien sowie die Botschaft der Barmherzigkeit. Hier folgt ein Zitat aus dem „Tagebuch der hl. Faustina“ über die Einsetzung der Eucharistie: „Jesus erlaubte mir, den Abendmahlsaal zu betreten und ich erlebte alles, was dort geschah. Am tiefsten wurde ich von dem Moment ergriffen, in welchem Jesus vor der Wandlung seine Augen zum Himmel erhob und in ein geheimnisvolles Gespräch mit seinem Vater einging. Diesen Augenblick werden wir erst in der Ewigkeit richtig kennenlernen. Seine Augen waren wie zwei Flammen, das Antlitz erglüht, weiß wie Schnee, die ganze Gestalt voller Herrlichkeit, seine Seele in Sehnsucht. Im Augenblick der Wandlung ruhte die erfüllte Liebe — das Opfer war in ganzer Fülle vollzogen. Jetzt soll nur noch die äußere Zeremonie des Sterbens erfüllt werden — die äußere Verrichtung, das Wesentliche geschah im Abendmahlsaal. Mein ganzes Leben lang hatte ich keine so tiefe Erkenntnis dieses Geheimnisses wie in dieser Anbetungsstunde. Oh, wie sehnsüchtig wünsche ich, dass die ganze Welt dieses unergründliche Geheimnis erkennt!” (TB 684).

Der nächste Ort, verbunden mit den Visionen im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki ist das Kloster. Die außergewöhnlichen Begegnungen mit den Heiligen gab es im Schlafzimmer, Krankenzimmer, Refektorium, in den Fluren, Sprechzimmern, im Büro der Oberin oder im Saal der Gemeinschaft. Jesus gab Sr. Faustina wichtige Informationen, die sich auf die Botschaft der Barmherzigkeit bezogen haben, und mit denen Er sie in die ganze Welt gesandt hat. Im September 1936 hörte Sr. Faustina ein großes Versprechen, das mit dem Beten des Rosenkranzes zur Barmherzigkeit Gottes verbunden war: Bete unablässig den Rosenkranz, den Ich dich gelehrt habe. Wer auch immer ihn beten wird, der erfährt in seiner Todesstunde meine große Barmherzigkeit. Die Priester werden ihn den Sündern als letzten Rettungsanker reichen. Sollte es der verstockteste Sünder sein — falls er nur einmal diesen Rosenkranz betet, wird ihm die Gnade meiner unendlichen Barmherzigkeit zuteil. Ich wünsche, dass die ganze Welt meine Barmherzigkeit erkennt. Unbegreifliche Gnaden will ich jenen Seelen erteilen, die meiner Barmherzigkeit Vertrauen schenken (TB 687).

Im Kloster begegnete Sr. Faustina oftmals Jesus, der Mutter Gottes, der hl. Theresia vom Kinde Jesu, oder den armen Seelen. Am 15. August 1937 wählten die Schwestern die Mutter Gottes zur himmlischen Generaloberin der Kongregation. Sr. Faustina sah damals Maria und beschrieb diese Begegnung wie folgt: „Während dieses Aktes, der zur Ehre der Gottesmutter stattfand, sah ich zum Schluss die seilige Jungfrau. Sie sagte mir: «Die Huldigung eurer Liebe freut mich sehr.» Im selben Augenblick umhüllte sie alle Schwestern unserer Kongregation mit ihrem Mantel. Mit der rechten Hand drückte sie die Mutter Generaloberin Michaela an sich und mit der linken mich. Alle anderen Schwestern befanden ihr zu Füßen, von ihrem Mantel umhüllt. Da sagte die Muttergottes: «Jede, die bis zum Tode eifrig in meiner Kongregation ausharrt, bleibt vom Fegefeuer verschont. Ich wünsche, dass sich jede durch folgende Tugenden auszeichnet: Demut und Sanftmut, Reinheit, Gottesliebe und Nächstenliebe, Güte und Barmherzigkeit.» — Nach diesen Worten entschwand die ganze Kongregation; ich blieb mit der heiligen Gottesmutter allein. Sie belehrte mich über den Willen Gottes, wie er im Leben anzuwenden sei und wie man sich restlos seinem heiligsten Urteil unterwerfen soll. Gott zu gefallen, ist nicht möglich, ohne seinen heiligen Willen zu tun. — «Meine Tochter, mit Nachdruck empfehle Ich dir, dass du alle Wünsche Gottes treu erfüllst, denn das findet großes Wohlwollen in seinen heiligen Augen. Ich wünsche, dass du dich darin hervortust, den Willen Gottes treu zu vollziehen. Stelle den Willen Gottes über alle Brandopfer und Opfer.» Während die himmlische Mutter zu mir sprach, kam in meine Seele tiefes Verständnis für den Willen Gottes (TB 1244).