Aktuelle Nachrichten

Am 16. Dezember beginnt in allen Klöstern der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit, auch in der Kapelle mit dem Gnadenbild des Barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki die Novene zum göttlichen Jesuskind. Traditionell gesungene O-Antiphonen und die Litanei zum göttlichen Kinde Jesu sind eine direkte geistige Vorbereitung auf Weihnachten.

Unter allen Vorbereitungen auf Weihnachten soll die Sorge um das Geistige, um die Bereitung der Seele auf die neue Sohn-Gottes-Geburt am wichtigsten sein. Deshalb unternehmen wir in dieser Zeit vieles, um unser geistiges Leben zu ordnen: wir halten Exerzitien, Einkehrtage oder vereinigen uns mit Gott im Sakrament der Buße und Versöhnung. In vielen Heiligtümern der Barmherzigkeit Gottes u.a. in Krakau-Lagiewniki, in Plock und in anderen Kirchen sind lange Wartschlangen von vielen Personen, die auf die Beichte warten, zu sehen,. Ohne diese Vorbereitung wäre Weihnachten wie ein Fest ohne die tiefste Freude der Seele über die Gegenwart Gottes. Dann würden die Weihnachtstage nur zu freien Tagen, zur Gelegenheit für Geschenke, über die man sich nur kurzzeitig freuen kann. Glaubst du, dass Gott in der Krippe in Bethlehem geboren wurde, aber weh dich, wenn Er in dir nicht geboren wirdschrieb Adam Mickiewicz (bedeutender polnischer Poet).

Die Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit bedankt sich bei allen Mitarbeitern, Wohltätern und Spendern, die unsere Internetseite www.faustyna.pl unterstützen. Derzeit wird diese in sieben Sprachen gestaltet. Hier kann man sich allen Werken der Barmherzigkeit (besonders dem Gebet „Barmherzigkeitsrosenkranz für die Sterbenden”) anschließen sowie auch die On-line-Übertragung aus der Kapelle mit dem Gnadenbild des Barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina im Heiligtum in Krakau-Lagiewniki empfangen. Wir alle nehmen auf diese Weise teil an der Mission Jesu, der heute die barmherzige Liebe des himmlischen Vaters offenbart und alle Menschen mit seiner Barmherzigkeit beschenkt. Durch Sie, durch Ihr apostolisches Dienen – liebe Informatiker, Übersetzer, Wohltäter und Spender – erreicht die Barmherzigkeit Gottes die heutige Welt. Möge Weihnachten die Zeit der besonderen Freude und des Friedens sein, denn der Herr kam auf die Erde herab, ist mit uns und verweilt in uns, wenn wir im Stande der Gnade sind. Möge das Neue Jahr 2019 – das Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit – reich an Gnade Gottes und an Barmherzigkeit gegenüber den Nächsten sein.

Einen solchen Titel tragen die CD`s (in Format MP3) mit den Vorträgen von P. Krzysztof Wons SDS und den Schwestern der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit, die während der Tage der Apostel der Barmherzigkeit Gottes gehalten wurden. Diese fanden vom 1. bis 5 Oktober 2018 im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki statt. Die Vorträge setzen sich mit dem Thema der ewigen barmherzigen Liebe Gottes zum Menschen, die treu und unveränderlich bleibt, – auch wenn der Mensch untreu ist und Gott verlässt – auseinander. Jesus sagte zu Schwester Faustina: „Bevor Ich die Welt erschuf, liebte Ich dich mit der Liebe, die dein Herz heute erfährt, und meine Liebe wird sich in Ewigkeit nicht ändern” (TB 1754). Heute richtet Er diese Worte auch an uns.

An jedem dritten Freitag des Monats wird im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki um 17.00 Uhr die Heilige Messe zelebriert, in der um die Barmherzigkeit Gottes für Polen und die ganze Welt sowie in allen Gebetsanliegen der Wohltäter und Spender der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit gebetet wird. Anschließend folgt die Aussetzung des Allerheiligsten Sakramentes und der Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes. Diese Andachten begann P. Joseph Andrasz SJ, der Krakauer Beichtvater und Seelenführer der hl. Faustina bereits während des 2. Weltkrieges. Auch dieses Gebet lässt sich auf der Internetseite www.faustyna.pl verfolgen.

Der nächste Gebetsabend „Der 22.” in Lagiewniki findet kurz vor Weihnachten am 22. Dezember 2018 statt. Aus diesem Anlass wird sich das Programm ändern. Um 19.00 Uhr beginnt vor dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und am Grab der hl. Faustina die Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes, anschließend ist auch eine Zeit für die GEMEINSCHAFT und ein Weihnachtstreffen mit dem symbolischen Teilen der Oblate vorgesehen. Diejenigen, die nicht nach Lagiewniki kommen können, haben die Möglichkeit das Gebet auf der Internetseite: www.faustyna.pl zu verfolgen.

Am 22. Dezember 2018 gestalten die Schwestern der Gemeinschaft der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit in Washington im Nationalheiligtum des hl. Johannes Paul II. den nächsten „Abend mit dem Barmherzigen Jesus”. Das Treffen beginnt um 19.00 Uhr mit der Aussetzung des Allerheiligsten Sakramentes und der Anbetung des barmherzigen Jesus. Das Treffen wird den Erscheinungen der barmherzigen Liebe Gottes im Geheimnis der Menschwerdung und der Geburt des Sohnes Gottes gewidmet. Wenn wir über die Barmherzigkeit Gott sprechen, denken wir sofort an das Ostergeheimnis. Das Entdecken der Barmherzigkeit in einem kleinen, schwachen, menschlichen Kind, in Armut… wird für viele sicherlich eine Herausforderung sein – verspricht Sr. Gaudia. Der Vortrag wird von P. Pawel Sass gehalten, der das Priesterseminar Redemptoris Mater in Washington abgeschlossen hat und jetzt als Pfarrer tätig ist. Für alle Teilnehmer des „Abends mit dem barmherzigen Jesus“ bereiten die Schwestern ein kleines Geschenk vor, das dazu ermuntern sollen, immer mehr barmherzig zu bleiben.

Roratemesse – so heißt die Heilige Messe zu Ehren Mariens, die im Advent gefeiert wird. Der Name der „Heiligen Messe” stammt aus introitu, das mit den Worten beginnt: rorate caeli desuper – tauet, Himmel, von oben. Beim Altar steht dabei eine „Roratekerze” – eine Kerze, die mit einem weißen Streifen geschmückt ist und die die heilige Maria symbolisieren soll. Auch die Gläubigen halten in den Händen angezündete Kerzen, die die Dunkelheit der Kirche erleuchten und ein Zeichen des Wartens auf Christus sind. Im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki werden die Roratemessen montags, mittwochs und samstags um 6.30 Uhr gefeiert. Man kann sich ebenfalls dem Gebet durch die On-line-Übertragung auf der Internetseite: www.faustyna.pl anschließen.

Das lateinische Wort: vigilia bedeutet Wachen. Dieses Wachen wird vom Gebet, Fasten und anderen   geistlichen Übungen begleitet, die aus der Liebe zu Jesus hervorkommen, und als direkte Vorbereitung auf das Fest seiner Geburt als Mensch gelten. Nach der christlichen Tradition beginnt das Festessen in Familienhäusern, Klöstern und in verschiedenen Gemeinschaften am Heiligabend erst mit dem „ersten Stern am Himmel” (der symbolisch an den Stern von Bethlehem erinnert, der ein Zeichen der Geburt Jesu war). In polnischen Familien wird miteinander die Oblate geteilt und die Weihnachtsgrüße ausgetauscht. Dies ist eine gute Gelegenheit zur Verzeihung und Versöhnung, die die Atmosphäre der Liebe schaffen, in der Gott selbst gegenwärtig ist. Die hl. Faustina beschrieb im „Tagebuch” einige Heiligabende. An ihrem letzten im Jahr 1937 in Krakau, schrieb sie: Vor dem Abendmahl ging ich kurz in die Kapelle, um im Geiste die Oblate mit denen zu teilen, die ich liebe und die meinem Herzen teuer sind, wenn auch in Entfernung. Zuerst versank ich in tiefes Gebet und bat Gott um Gnaden für sie, dann noch für jeden besonders. Jesus ließ mich wissen, wie sehr Ihm das gefällt und meine Seele erfüllte eine noch größere Freude, dass Gott die von uns geliebten Menschen besonders liebt. Als ich während der Lesung den Speisesaal betrat, wurde mein ganzes Wesen in Gott versenkt. Innerlich sah ich den Blick Gottes mit großem Wohlwollen auf uns ruhen. Ich blieb allein mit dem Himmlischen Vater. Da erkannte ich die Drei Göttlichen Personen tiefer. Wir werden Sie die ganze Ewigkeit betrachten und nach Millionen Jahren werden wir feststellen, dass wir unsere Betrachtung erst begonnen haben. O wie groß ist die Barmherzigkeit Gottes, dass Er den Menschen zu einer so hohen Teilhabe an Seinem Göttlichen Glück zulässt! Gleichzeitig durchdringt großer Schmerz mein Herz, weil viele Seelen dieses Glück verschmäht haben (TB 1438-1439). Möge Gott in jedem Haus Platz finden, an jedem Tisch am Heiligabend und in jedem menschlichen Herzen! Denn nur in Ihm, in seiner Barmherzigkeit wird die Welt Frieden und der Mensch Glückseligkeit finden!

In den Kirchen und Klosterkapellen unserer Kongregation beginnt um Mitternacht vom 24. auf den 25. Dezember die feierliche Eucharistie – die Christmette. Es ist die erste Heilige Messe an Weihnachten, die an die Erwartung und das Gebet der Hirten von Bethlehem erinnert, die eilten, um den als Mensch geborenen Sohn Gottes willkommen zu heißen. Die mystischen Erfahrungen der hl. Faustina, die in ihr „Tagebuch” niedergeschrieben wurden, erläutern uns dieses äußerst freudige Geheimnis Jesu – Er kam auf die Erde herab und verweilt in reinen Herzen. Als die heilige Messe begann, – schrieb Schwester Faustina – erfasste mich innere Sammlung, meine Seele wurde von Freude überflutet. Während der Opferung erblickte ich Jesus auf dem Altar in unvergleichbarer Schönheit. Das Kindlein schaute die ganze Zeit auf uns alle und streckte seine Händchen aus (TB 347). Nach der heiligen Kommunion – schrieb sie an einem anderen Ort – hörte ich die Worte: „Ich bin immer in deinem Herzen, nicht nur dann, wenn du mich in der heiligen Kommunion empfängst, sondern immer”. In großer Freude verlebte ich die Festtage (TB 575). Diese Freude, die das Verweilen Gottes in unseren Seelen verursacht, wünschen wir allen während der Christmette, der Weihnachtstage und an jedem Tag des neuen Jahres!

Ich bin aus Liebe zu dir vom Himmel herabgekommen, für dich habe Ich gelebt, für dich bin Ich gestorben und für dich habe Ich den Himmel erschaffen – sagte Jesus zu Schwester Faustina. Diese Worte richtet Er an jeden Menschen. Zu Weihnachten und zum Neuen Jahr 2019 wünschen wir unseren Mitarbeitern, Wohltätern, Spendern und allen Personen, die in den verschiedenen apostolischen Bereichen unserer Kongregation tätig sind, besonders in dem Werk „Barmherzigkeitsrosenkranz für die Sterbenden” und „Fortwährendes Beten des Barmherzigkeitsrosenkranzes”, den Internetnutzern, die unsere Internetseite besuchen sowie den Personen, die sich auf Facebook der Gruppe: ‚Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes‘ angeschlossen haben, das tiefe Entdecken der Gegenwart von Emmanuel – Gott mit uns –     der Zeichen seiner barmherzigen Liebe in allen Lebenssituationen und das gemeinsame Erleben des Alltags. Wir wünschen Ihnen auch die irdischen Güter, damit sie in Ihren Herzen Freude wecken und zur größeren Liebe Gottes und der Nächsten führen. Möge das Neue Jahr 2019 reich an Gnade Gottes und an Barmherzigkeit gegenüber den Bedürftigen sein. Alle, die diese Weihnachtsgrüße lesen, schließen wir in unser Gebet mit ein. Möge in uns und durch uns die Barmherzigkeit Gottes gepriesen werden!

Diese Worte schrieb die hl. Fustina über das Geheimnis der Menschwerdung und der Geburt des Sohnes Gottes. Auf eine poetische Weise beschrieb es auch Franciszek Karpinski in einem polnischen Weihnachtslied:

Macht wird schwach, Gott wird geboren
Herr der Welt liegt ohn’ zu glänzen
Licht des Feuers wird festgefroren
Der Unendliche hat Grenzen
Ehre ist verachtet worden
Sterblich wird, der ewig thronet
Und das Wort ist Leib geworden
und hat unter uns gewohnet.

Der unendliche und ewige Gott nahm einen menschlichen Körper an und wurde zum Menschen. Keine andere Religion in der Welt hat einen solchen Gott, der der Schöpfer und Herr wäre, von allem, was existiert; der unendlich, eins, heilig, transzendent, allmächtig und allwissend ist, weder von der Menschen- noch Engelsvernunft begriffen werden kann, und doch gleichzeitig in seinem menschgewordenen Sohn dem Menschen so nahe wäre. Die Kontemplation der Barmherzigkeit Gottes in diesem Geheimnis begeistert und bringt große Freude, denn Gott wohnt unter uns, das Wort Gottes — menschgewordene Barmherzigkeit (TB 1745).

Dank der Unterstützung der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit durch zahlreiche Spender und Wohltäter funktioniert seit dem 11. November 2018 die On-line-Übertragung aus dem Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki auch im Format Full HD. Wir können uns jetzt der besten Qualität des Bildes und Tones erfreuen. Die Übertragung ist nicht nur auf den Internetseiten: www.faustyna.pl und www.sanktuarium.faustyna.pl zu verfolgen, sondern auch als App: Faustyna.pl auf Android und iOS sowie auf Facebook in der Gruppe: Sanktuarium Bozego Milosierdzia, zusätzlich auf demYouTube- Kanal: www.faustyna.pl. Die On-line-Übertragung wird von 3 Fernsehsender genutzt: Kabel-TV in Nowe Miasto an Pilica, Tele Giovanni Paolo II in Italien und EWTN Polska. 11 Radionsender übertragen das Gebet in der Stunde der Barmherzigkeit und den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes. Wir danken allen Spendern und Wohltätern, die dazu beigetragen haben, dass die Menschen auf allen Kontinenten in einer modernen virtuellen Weise ins Heiligtum in Lagiewniki vor das Gnadenbild des barmherzigen Jesus und das Grab der hl. Faustina pilgern können, um sich hier dem Gebet um Barmherzigkeit „mit uns und mit der ganzen Welt” anzuschließen.

Da eine neue Autobahn in Krakau-Lagiewniki gebaut wird, wird die Zufahrt ins Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki verändert. Dies betrifft nicht nur PKW und Busse, sondern auch die Pilger, die das Heiligtum mit der Straßenbahn erreichen wollen. Die Haltstelle: ‘Sanktuarium Bozego Milosierdzia’ wurde vorübergehend geschlossen. Man sollte jetzt entweder an der Haltestelle: ‘ZUS’ oder ‘Borek Falecki’ aussteigen und von dort aus weiter zu Fuß gehen.

Peter und Judas. Zwei Geschichten und die Barmherzigkeit Gottes – unter diesem Motto finden vom 27. bis 31. Januar 2019 im Heiligtum in Krakau-Lagiewniki Exerzitien für Priester statt. Sie werden als lectio divina von P. Krzysztof Wons SDS (Exerzitienprediger, Seelenführer, Direktor des Zentrums der Geistlichen Ausbildung in Krakau, Professor für die Spiritualität) geleitet. Die Vorträge über die Spiritualität der hl. Faustina (am ersten und letzten Tag) werden von Sr. M. Elżbieta Siepak (Authorin von zahlreichen Publikationen über das Leben und die Sendung der hl. Faustina, Pressepsrecherin der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit) gehalten. Die Teilnehmer können in der Atmosphäre der Stille und des Schweigens, im Gebet und in der geistigen Begleitung der hl. Faustina, das Geheimnis der Barmherzigkeit ergründen und erfahren, um dieses später der Welt zu verkünden, damit sich das Versprechen Jesu erfüllen kann, das im „Tagebuch der. hl. Faustina” steht: Jenen Priestern, die meine Barmherzigkeit künden und rühmen, werde Ich besondere Macht geben, ihre Worte salben und die Herzen, zu denen sie sprechen, werde Ich bewegen (TB 1521). Die Exerzitien werden ausschließlich in polnischer Sprache abgehalten.

Wenn wir weiter den Fußstapfen der hl. Faustina folgen, erreichen wir im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki das Gebäude, das sich entlang der Faustina-Straße befindet. Die Schwestern nennen dieses „Antoninek”. Das alte, mehrstöckige Gebäude mit der ehemaligen Pforte wurde abgerissen. Ein neuer Bau mit Zimmern für die Pilger wurde errichtet. Hier hat auch der Verein der Apostel der Barmherzigkeit Gottes „Faustinum” seinen Sitz.

Schwester Faustina wohnte im ersten Stock in „Antoninek” vom September 1937 bis zum März 1938. Seit Januar 1938 war sie sehr krank und hat die meiste Zeit in ihrem Zimmer verbracht. In dieser Zeit schrieb sie mehr als 50 außergewöhnliche Gnaden in ihrem Tagebuch nieder. Es waren vor allem die Treffen mit Jesus. Diese bezogen sich auf die Mission der Verkündung der Botschaft der Barmherzigkeit, auf das geistliche Leben und die Stärkung im Kampf gegen den bösen Geist. An diesem Ort schrieb Sr. Faustina die bekannten Worte Jesu nieder: Im Alten Testament habe Ich zu meinem Volk Propheten mit Blitz und Donner gesandt. Heute sende ich dich zu der ganzen Menschheit mit meiner Barmherzigkeit (TB 1588). Hier hörte sie auch einige Verheißungen Jesu, die den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes, die Verkündung der Botschaft der Barmherzigkeit und die Stunde der Barmherzigkeit betrafen.

Ich erinnere dich daran, meine Tochter, dass du, so oft du die Uhr die dritte Stunde schlagen hörst, dich ganz in meine Barmherzigkeit versenkst, sie verherrlichst und sie preist. Rufe ihre Allmacht herab für die ganze Welt, besonders aber für die armen Sünder, denn jetzt steht sie für jede Seele weit geöffnet. In dieser Stunde kannst du alles für dich selbst und für andere erbitten. In dieser Stunde kam die Gnade für die ganze Welt. Barmherzigkeit besiegte die Gerechtigkeit. Meine Tochter, bemühe dich in dieser Stunde, den Kreuzweg abzuhalten.

Wenn dir das aber nicht möglich ist, dann gehe für eine Weile in die Kapelle und verehre mein Herz, das voller Barmherzigkeit im Allerheiligsten Sakrament verweilt. Falls dir auch das nicht möglich ist, versenke dich, wenn auch nur kurz, im Gebet, an dem Ort, wo du gerade bist. Ich verlange für meine Barmherzigkeit Ehre von jedem Geschöpf, aber zu allererst von dir, denn dir gab Ich dieses Geheimnis am tiefsten zu erkennen (TB 1572).

An diesem Ort erlebte sie auch ein wichtiges Treffen mit der Mutter Gottes: In großer Helligkeit erblickte ich die Muttergottes. Sie trug ein weißes Kleid mit kleinen goldenen Sternen übersät, die Ärmel im Dreieck mit Gold ausgeschlagen. Ihr Mantel war himmelblau, leicht um die Schultern gehüllt, auf dem Haupt trug sie einen leicht aufgelegten, durchsichtigen Schleier; die Haare waren offen, schön zurechtgelegt; sie trug eine goldene Krone, mit Kreuzchen an den Zacken. Auf dem linken Arm hielt sie das Jesuskind. So hatte ich die Muttergottes noch nicht gesehen. Sie schaute mich gütig an und sagte: «Ich bin die Muttergottes der Priester.» Sie ließ das Jesuskind von ihrem Arm auf die Erde herab, erhob ihre rechte Hand zum Himmel und sagte: «O Gott, segne Polen, segne die Priester.» Dann sagte sie mir: «Sag das, was du gesehen hast, den Priestern.» (TB 1585).

Wenn wir weiter den Spuren der hl. Faustina im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki folgen, werden wir eine längere Zeit vor dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina inne halten. In dieser Kapelle verbrachte die Apostelin der Barmherzigkeit Gottes während ihres Aufenthaltes in Krakau täglich mehrere Stunden im Gebet. Hier erlebte sie 116 Visionen und mystische Begegnungen mit der Heiligen Dreifaltigkeit, mit Jesus und der Mutter Gottes sowie mit den Heiligen und den armen Seelen. Von großer Bedeutung sind beispielsweise schöne Gespräche zwischen Gott und verschiedenen Seelen: einer sündigen (TB 1485), verzweifelten (TB 1486), leidenden (TB 1487), einer, die zur Vollkommenheit strebt (TB 1488) und einer vollkommenen (TB 1489), die Schwester Faustina in ihrem „Tagebuch” niedergeschrieben hat. Diese entdecken die Größe der Liebe Gottes zu jedem Menschen und zeigen den Weg zur Vereinigung mit ihm. In der Kapelle in Lagiewniki sah Schwester Faustina Jesus (27 Mal) oder hörte ihn (fast 60 Mal). Wichtig sind hier besonders diese Jesu-Visionen, die die biblischen Ereignisse betreffen: Jesu Einzug in Jerusalem, die Einsetzung der Eucharistie, die Paschamysterien sowie die Botschaft der Barmherzigkeit. Hier folgt ein Zitat aus dem „Tagebuch der hl. Faustina“ über die Einsetzung der Eucharistie: „Jesus erlaubte mir, den Abendmahlsaal zu betreten und ich erlebte alles, was dort geschah. Am tiefsten wurde ich von dem Moment ergriffen, in welchem Jesus vor der Wandlung seine Augen zum Himmel erhob und in ein geheimnisvolles Gespräch mit seinem Vater einging. Diesen Augenblick werden wir erst in der Ewigkeit richtig kennenlernen. Seine Augen waren wie zwei Flammen, das Antlitz erglüht, weiß wie Schnee, die ganze Gestalt voller Herrlichkeit, seine Seele in Sehnsucht. Im Augenblick der Wandlung ruhte die erfüllte Liebe — das Opfer war in ganzer Fülle vollzogen. Jetzt soll nur noch die äußere Zeremonie des Sterbens erfüllt werden — die äußere Verrichtung, das Wesentliche geschah im Abendmahlsaal. Mein ganzes Leben lang hatte ich keine so tiefe Erkenntnis dieses Geheimnisses wie in dieser Anbetungsstunde. Oh, wie sehnsüchtig wünsche ich, dass die ganze Welt dieses unergründliche Geheimnis erkennt!” (TB 684).

Der nächste Ort, verbunden mit den Visionen im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki ist das Kloster. Die außergewöhnlichen Begegnungen mit den Heiligen gab es im Schlafzimmer, Krankenzimmer, Refektorium, in den Fluren, Sprechzimmern, im Büro der Oberin oder im Saal der Gemeinschaft. Jesus gab Sr. Faustina wichtige Informationen, die sich auf die Botschaft der Barmherzigkeit bezogen haben, und mit denen Er sie in die ganze Welt gesandt hat. Im September 1936 hörte Sr. Faustina ein großes Versprechen, das mit dem Beten des Rosenkranzes zur Barmherzigkeit Gottes verbunden war: Bete unablässig den Rosenkranz, den Ich dich gelehrt habe. Wer auch immer ihn beten wird, der erfährt in seiner Todesstunde meine große Barmherzigkeit. Die Priester werden ihn den Sündern als letzten Rettungsanker reichen. Sollte es der verstockteste Sünder sein — falls er nur einmal diesen Rosenkranz betet, wird ihm die Gnade meiner unendlichen Barmherzigkeit zuteil. Ich wünsche, dass die ganze Welt meine Barmherzigkeit erkennt. Unbegreifliche Gnaden will ich jenen Seelen erteilen, die meiner Barmherzigkeit Vertrauen schenken (TB 687).

Im Kloster begegnete Sr. Faustina oftmals Jesus, der Mutter Gottes, der hl. Theresia vom Kinde Jesu, oder den armen Seelen. Am 15. August 1937 wählten die Schwestern die Mutter Gottes zur himmlischen Generaloberin der Kongregation. Sr. Faustina sah damals Maria und beschrieb diese Begegnung wie folgt: „Während dieses Aktes, der zur Ehre der Gottesmutter stattfand, sah ich zum Schluss die seilige Jungfrau. Sie sagte mir: «Die Huldigung eurer Liebe freut mich sehr.» Im selben Augenblick umhüllte sie alle Schwestern unserer Kongregation mit ihrem Mantel. Mit der rechten Hand drückte sie die Mutter Generaloberin Michaela an sich und mit der linken mich. Alle anderen Schwestern befanden ihr zu Füßen, von ihrem Mantel umhüllt. Da sagte die Muttergottes: «Jede, die bis zum Tode eifrig in meiner Kongregation ausharrt, bleibt vom Fegefeuer verschont. Ich wünsche, dass sich jede durch folgende Tugenden auszeichnet: Demut und Sanftmut, Reinheit, Gottesliebe und Nächstenliebe, Güte und Barmherzigkeit.» — Nach diesen Worten entschwand die ganze Kongregation; ich blieb mit der heiligen Gottesmutter allein. Sie belehrte mich über den Willen Gottes, wie er im Leben anzuwenden sei und wie man sich restlos seinem heiligsten Urteil unterwerfen soll. Gott zu gefallen, ist nicht möglich, ohne seinen heiligen Willen zu tun. — «Meine Tochter, mit Nachdruck empfehle Ich dir, dass du alle Wünsche Gottes treu erfüllst, denn das findet großes Wohlwollen in seinen heiligen Augen. Ich wünsche, dass du dich darin hervortust, den Willen Gottes treu zu vollziehen. Stelle den Willen Gottes über alle Brandopfer und Opfer.» Während die himmlische Mutter zu mir sprach, kam in meine Seele tiefes Verständnis für den Willen Gottes (TB 1244).

 

 

Wenn wir weiter den Fußstapfen der hl. Faustina folgen, nachdem wir das Tor passiert haben und dem barmherzigen Jesus in der Getsalt eines armen Jünglings begegnet sind, halten wir auf dem Platz vor dem Kloster inne. Hier befinden sich alte Bäume und ein Blumenbeet mit der Figur des hl. Joseph, die sich sicherlich an eine Jesu-Vision von Schwester Faustina im Mai 1933 erinnert. Am Tag der Abreise nach Vilnius (am 23. Mai) ging Schwester Faustina vor das Kloster und stand beim Blumenbeet. Sie blickte auf den Garten, das Haus, erinnerte sich, wie viele Ganden sie an diesem Ort erhielt in Postulat, Noviziat, nach den ersten und den ewigen Gelübden sowie durch ihren Seelenführer P. Josef Andrasz SJ. Es tat ihr leid, das Kloster zu verlassen. Tränen standen in ihren Augen und dann erblickte sie plötzlich Jesus am Blumenbeet, der ihr sagte: Weine nicht, Ich bin immer mit dir (TB 259). Diese Jesu-Vision und die Erfahrung seiner Gegenwart waren so stark, das sie Schwester Faustina auf der Reise nach Vilnius stets begleitet haben.

 

In der Zeit nach Ostern wird das Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki von vielen Pilgern besucht. Sie beten vor dem Bild des barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina, empfangen Sakramente, besichtigen das kleine Museum mit den Andenken, die an die hl. Faustina erinnern und erfahren die liebende Gegenwart Gottes. Den Pilgern helfen dabei die Schwestern, die die Botschaft der Barmherzigkeit verkünden, die Reiseführer wie z.B. „Das Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes – Eine Wallfahrt mit der hl. Faustina” und „In den Fußstapfen der hl. Faustina”. Das Heiligtum in Lagiewniki ist ein Zeuge von mehr als 280 übernatürlichen Erfahrungen, die die Heilige in ihrem „Tagebuch” niederschrieb sowie von vielen Wundern, die an diesem Ort die Pilger erfahren. Fast jeder Platz hier, angefangen vom Tor und in der Kapelle endend hat seine besondere Bedeutung.

Die Präsentation dieser Orte beginnen wir am Tor (dem Eingang ins Heiligtum). Früher befand sich an diesem Platz die Klosterpforte, denn das ganze Objekt war für die Menschen geschlossen. Wenn Schwester Faustina an der Pforte arbeitete, wurde sie von Cherubinen beschützt, und im Herbst 1937 kam Jesus zu ihr in der Gestalt eines armen Jünglings. Sie beschrieb das Ereignis in ihrem „Tagebuch”: „Heute kam Jesus in der Gestalt eines armen Jünglings an die Pforte, ein ausgezehrter junger Mann in arg zerrissener Kleidung, barfuß, ohne Kopfbedeckung, durchfroren, denn der Tag war kalt und nass. Er bat um etwas warmes Essen. Ich ging in die Küche, aber da war nichts für die Armen. Nach einigem Suchen fand sich noch ein wenig Suppe. Die wärmte ich auf, bröckelte etwas Brot hinein und reichte sie diesem Armen, der sie aufaß. Im Augenblick, als ich ihm den Becher abnahm, gab er sich als Herr des Himmels und der Erde zu erkennen. Als ich ihn sah, wie er ist, entschwand er meinen Blicken. Zurückgekehrt in die Wohnung überlegte ich, was an der Pforte geschehen war. Da hörte ich in meiner Seele die Worte: Meine Tochter, mir waren die Segenswünsche der Armen zu Ohren gekommen; sie kamen von der Pforte und lobten mich. Deine Barmherzigkeit im Rahmen des Gehorsams gefiel mir und Ich verließ meinen Thron, um die Frucht deiner Barmherzigkeit zu kosten” (TB 1312).

In der Andacht zur Barmherzigkeit Gottes gibt uns Jesus jeden Tag um 15.00 Uhr eine außergewöhnliche Zeit der Gnade. Es geht um den Moment seines Todes am Kreuz. Er sagte zu Schwester Faustina: „Das ist die Stunde der großen Barmherzigkeit für die Welt. (…) In dieser Stunde verweigere Ich nichts der Seele, die mich durch mein Leiden bittet….” (TB 1320). Man soll aber mit Vertrauen beten und barmherzig gegenüber den Nächsten sein. Jesus beschrieb drei Gebetsweisen für die Stunde der Barmherzigkeit: den Kreuzweg abhalten, vor dem Allerheiligsten Sakrament beten oder, wenn es nicht möglich ist, sich mit Ihm, der am Kreuz stirbt, an dem Ort, wo wir gerade um 15.00 Uhr sind, geistig zu verbinden. In diesem Gebet wenden wir uns direkt an Jesus. In unseren Bitten berufen wir uns auf die Verdienste seines schmerzhaften Leidens. Es ist eine privilegierte Zeit für die Andacht zur Barmherzigkeit Gottes. Deswegen werden die Stunde der Barmherzigkeit und der Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes jeden Tag in jedem Kloster der Kongregation praktiziert. Das Gebet aus dem Heiligtum in Krakau-Lagiewniki lässt sich auf der Internetseite: faustyna.pl sowie mit der App: Faustyna.pl verfolgen.

Die App: Faustyna.pl ist an jetzt auch für das iOS-Betriebssystem erhältlich. Sie kann auf der Internetseite durch den Link, direkt im AppStore (Faustyna.pl) oder in GooglePlay heruntergeladen werden. Die App ist in 7 Sprachen erhältlich und erleichtert die Nutzung der wesentlichen Inhalte der Internetseite: www.faustyna.pl. Es geht vor allem um einen schnellen Zugang zur On-line-Übertragung aus dem Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki sowie zu wesentlichen Inhalten, die mit der Botschaft der Barmherzigkeit Gottes und der hl. Faustina sowie mit dem Werk „Rosenkranz für Sterbende“ verbunden sind. Des Weiteren kommen tägliche Impulse aus ihrem „Tagebuch” sowie Informationen über die Hauptstadt des Kultes der Barmherzigkeit Gottes – über das Heiligtum in Krakau-Lagiewniki hinzu. Zusätzlich beinhaltet diese App auch Text- und Fotonachrichten.

Aplikacja Faustyna pl

Im „Sklep Play” ist die App: Faustyna.pl für die Smartphones und Tablets erhältlich, die eine mobile Version der Internetseite: www.faustyna.pl erschließt. Sie stellt die Themen dar, die mit der hl. Faustina und der Andacht zur Barmherzigkeit Gottes in den Formen, die Jesus ihr übermittelte, verbunden sind. Des Weiteren kommen tägliche Impulse aus ihrem „Tagebuch” sowie Informationen über die Hauptstadt des Kultes der Barmherzigkeit Gottes – über das Heiligtum in Krakau-Lagiewniki hinzu. Zusätzlich beinhaltet diese App auch Text- und Fotonachrichten, den Zugang zur On-line-Übertragung aus der Kapelle mit dem Gnadenbild des Barmherzigen Jesus sowie einen schnellen Kontakt mit den im Heiligtum in Lagiewniki geführten Werken. Die App wurde von Karolina Slusarczyk und Klaudia Popko in Teilen als Diplomarbeit an der AGH (Die Wissenschaftlich-Technische Universität) unter der Leitung von Dr. Robert Chodorek erstellt, um den Pilgern aus der ganzen Welt sowie den Jugendlichen, die zum Weltjugendtag 2016 nach Krakau kommen, den Zugang zu den wesentlichen Informationen über die Botschaft der Barmherzigkeit und das Heiligtum in Lagiewniki zu erleichtern. Die App ist in sieben Sprachversionen erhältlich.

Sladami objawien Siostry Faustyny

Im „Misericordia” Verlag der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit ist das Buch von Sr. M. Elzbieta Siepak mit dem Titel „Auf den Spuren der Offenbarungen der hl. Faustina im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki” erschienen. Es ist ein spezieller Führer durch die Hauptstadt der Andacht zur Barmherzigkeit Gottes, in der die hl. Faustina mehr als 280 verschiedene Visionen und Offenbarungen sowie mystische Erfahrungen erlebte. Eigentlich jeder Platz in Lagiewniki ist von den Spuren der außergewöhnlichen Begegnungen der Apostolin der Barmherzigkeit Gottes mit Jesus, der Mutter Gottes, den Engeln, den Heiligen oder armen Seelen gekennzeichnet. Die meisten Visionen und mystischen Erfahrungen (116) hatte sie in der Klosterkapelle (5 Mal erfuhr sie die Gegenwart der Heiligen Dreifaltigkeit). Ihr Kontakt mit der übernatürlichen Welt war so wirklich und real, wie die mit den Sinnen erlebte Welt. Das Buch führt die Leser in die Atmosphäre der außergewöhnlichen Begegnungen der hl Faustina im Heiligtum.