Aktuelle Nachrichten

„Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus.” – so lautet das Thema der Fastenzeit-Exerzitien für Frauen, die im ältesten griechisch-katholischen Sanktuarium des Einschlafens Mariens in Lutina im Osten der Slowakei stattfinden werden. Die Exerzitien finden im Zeitraum 22. bis 24. März statt und werden von Pater Jozef Novický und Schwester Benediktín Fečová aus der Gemeinde der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit in Košice geleitet.

Der nächste Gebetsabend „Der 22.” in Łagiewniki, also das monatliche Treffen der Jugendlichen im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau- Łagiewniki, findet am 22. März 2019 in der Kapelle mit dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und dem Grab der Heiligen Faustina statt. Das Programm verläuft wie gewohnt und beginnt um 19.00 Uhr mit dem WORT. Der besondere Gast des Treffens ist Priester Mariusz Michalik, Ordensbruder und Gründer der Missionsgesellschaft des Heiligen Andreas, die in Sri Lanka dient. Anschließend folgt ANBETUNG und LOBPREIS. Nach dem Gebet ist auch eine Zeit für GEMEINSCHAFT vorgesehen. Diejenigen, die nicht persönlich nach Łagiewniki kommen können, haben die Möglichkeit das Gebet auf der Internetseite: www.faustyna.pl zu verfolgen.

Am 22. März 2019 gestalten die Schwestern der Gemeinschaft der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit in Washington den nächsten „Abend mit dem Barmherzigen Jesus”. Diese Veranstaltungen finden monatlich im nationalen Sanktuarium des Heiligen Johannes Paul II. statt. Das Treffen beginnt um 19.00 Uhr mit der Aussetzung des Allerheiligsten Sakramentes und der Anbetung des barmherzigen Jesus. Der besondere Gast ist Priester Thomas Morrow, der anhand des Zeugnisses des Heiligen Jean-Marie Vianney, des Johannes vom Kreuz, der Heiligen Faustina und des Heiligen Johannes Paul II. erzählen wird, wie die Heiligen die Tugend der Demut lebten. Die musikalische Gestaltung wird von Jugendlichen und Kapuzinerbrüder geleitet. Zum Abschluss findet ein Beisammensein bei Tee statt. Die „Abende mit dem Barmherzigen Jesus” richten sich an Jugendliche, die in die Fußstapfen der Heiligen Faustina und des Heiligen Johannes Paul II. treten und eine neue Qualität des Lebens in Freundschaft mit dem barmherzigen Jesus entdecken möchten.

Betrachtung der Passion unseres Herrn. In der Fastenzeit betrachten wir häufiger als während des Rests des Jahres das Leiden Jesu, das Er aus Liebe zu uns und zu unserer Erlösung auf sich nahm. Wir nehmen am Kreuzweg und an Passionsandachten teil und lesen Texte der Heiligen Schrift, die die Ostergeheimnisse ankündigen und beschreiben. Jesus wies Schwester Faustina an – und durch sie auch uns – Sein Leiden auf eine solche Weise zu betrachten, als hätte Er es ausschließlich für sie auf sich genommen (vgl. TB. 1761). Er erklärte: Eine Stunde lang Meine schmerzlichen Leiden zu betrachten, ist größerer Verdienst, als sich ein Jahr lang bis aufs Blut zu geißeln. Das Betrachten Meiner schmerzlichen Wunden ist für dich von großem Nutzen und Mir bereitet es große Freude (TB, 369). Meine Tochter, betrachte Meine Leiden, die Ich für dich ertragen habe, oft, und nichts, was du für mich leidest, wird dir groß vorkommen. Am meisten gefällst du Mir, wenn du Meine schmerzlichen Leiden betrachtest. Vereinige deine kleinen Leiden mit Meinen schmerzhaften Leiden, damit sie vor Meiner Majestät unendlichen Wert erlangen (TB, 1512).

Diesen Hinweisen Jesu folgend, trat Schwester Faustina tief in das Geheimnis der barmherzige Liebe Gottes zu jedem Menschen ein und dankte Jesus für das Buch, durch das sie lernte, Gott und die Menschen zu lieben. Das Buch ist Dein Leiden, das Du aus Liebe zu mir auf Dich genommen hast. Aus diesem Buch habe ich gelernt, Gott und die Seelen zu lieben. Es enthält unermessliche Schätze für uns. O Jesus, so wenige Seelen begreifen Dich in Deinem Leiden aus Liebe! Wie groß ist das Feuer reinster Liebe, das in Deinem Heiligsten Herzen brennt! Glücklich die Seele, die die Liebe des Herzens Jesu begriffen hat (TB 304).

An jedem Freitag wird im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki die Kreuzwegandacht gehalten: In der Basilika um 16.00 Uhr und in der Kapelle mit dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina um 19.00 Uhr. Eine Ausnahme stellt der Herz-Jesu-Freitag dar, an dem die Kreuzwegandacht um 18.15 Uhr beginnt, die auf der Internetseite www.faustyna.pl on-line übertragen wird. Diese Andacht, in der wir die Leiden Christi betrachten, hilft uns dabei, die barmherzige Liebe Gottes zum Menschen zu entdecken und zu vertiefen. Die Haltung des Vertrauens auf Gott gilt es in jeder Situation – auch in den schwierigen und schmerzhaften – zu entwickeln und die Barmherzigkeit gegenüber den Nächsten zu praktizieren. Jesus trug doch unsere Sünden und für jeden von uns hat er sein Leben hingegeben. Er ist auferstanden, damit wir das Leben in uns haben und uns dessen erfreuen jetzt und in Ewigkeit.

Die Person der Heiligen Schwester Faustina verbindet man mit der Offenbarung des barmherzigen Jesus, prophetisch mit der Mission, der Welt die biblische Wahrheit über die barmherzige Liebe Gottes zum Menschen zu verkünden, mit Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit und einer neuen Schule der Spiritualität. Seltener jedoch mit der Erscheinung der Muttergottes, wobei im „Tagebuch” dennoch von mehreren Dutzend Treffen der Aposteling der Göttlichen Barmherzigkeit mit Maria die Rede ist. Eine der Erscheinungen hatte besonderen Charakter, da sie über die außergewöhnliche Rolle der Heiligen Faustina in den Plänen der Göttlichen Barmherzigkeit spricht. Am Fest der Verkündigung im Jahre 1936 in der Klostekapelle in der Zytnia-Straße in Warschau, sah Schwester Faustina die Muttergottes, die ihr sagt: Ich gab der Welt den Erlöser, und du sollst der Welt von Seiner großen Barmherzigkeit erzählen und sie auf Seine Wiederkunft vorbereiten, wenn Er nicht als barmherziger Erlöser, sondern als Gerechter Richter kommen wird. O dieser Tag ist schrecklich. Der Tag der Gerechtigkeit ist beschlossen, der Tag des Zornes Gottes; vor ihm zittern die Engel. Künde den Seelen von dieser großen Barmherzigkeit, solange die Zeit des Erbarmens währt. Wenn du jetzt schweigst, wirst du an jenem schrecklichen Tag eine große Zahl von Seelen verantworten müssen. Fürchte nichts, bleibe treu bis zum Ende. Ich fühle mit dir (TB, 635). Diese Botschaft der Muttergottes betrifft auch uns und fordert und auf, der Welt die Botschaft der barmherzigen Liebe Gottes durch das Zeugnis unseres Lebens, unserer Taten, Worte und unseres Gebets zu vermitteln.

Im Zeitraum 27-29. März finden in der Gemeinde St. Antonius in Łódź (ul. sw. Antoniego 4), Fastenzeit-Exerzitien für Kinder der Grundschule Nr. 35 und Nr. 166 statt. Die Treffen, die der barmherzigen Liebe Gottes sowie unserer Antwort in Form von Vertrauen gegenüber Ihm und in barmherziger Liebe zu unseren Nächsten gewidment sind, werden geleitet von: Schwester Zacheusza, Schwester Augustina, Schwester Terezjana und Schwester Maria Faustyna aus der Gemeinder der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit in Krakau und Warschau.

 

„Gebet, Fasten und Wohltätigkeit” – so lautet der Titel der Fastenzeit-Exerzitien für die Mitglieder und Volontäre des Vereins „Faustinum” aus der Slowakei. Die Exerzitien für die Slowaken finden im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki vom 29. bis 31. März statt und werden von P. Artur Ciepielski und Sr. M. Clareta Fečová aus der Gemeinschaft der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit aus Kosice geleitet.

In der Fastenzeit fassen wir meistens einige Vorsätze, die vor allem den Werken folgen: Almosen, Gebet und Fasten. Diese sollen im Verborgenen aus Liebe zu Gott und den Menschen getan werden und nicht auf Popularität oder Anerkennung bedacht sein. Die hl. Faustina hat sie auch praktiziert. Während ihres Klosterlebens fasste sie einen besonderen Vorsatz, den sie nicht nur in der Fastenzeit praktizierte, sondern ständig. Sie vereinigte sich mit dem barmherzigen Jesus, der in ihrem Herzen verweilte, durch ein Stoßgebet. Als sie dieses Gebet ändern wollte, erlaubte Jesus ihr das nicht, denn diese geistige Praxis führte zur Entwicklung einer tiefen Beziehung zu Jesus, und zum Erleben des Alltags zusammen mit Ihm.

„Errettet durch Dein kostbares Blut, Jesus! Betrachtung der Passion Jesu mit der Heiligen Faustina“ – ist das Thema der Fastenzeit-Exerzitien, die vom 5. bis 7. April 2019 im Saktuarium der Göttlichen Barmherzigkeit in Krakau-Łagiewniki stattfinden. Sie werden von Priester Piotr Szyrszeń SDS und von Schwestern aus der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit geleitet. Die Betrachtung der Passion unseres Herrn nach dem Heiligen Matthäus Evangelist wird die Gelegenheit geben, sich auf die Gerechtigkeit „nach Gottes Maß“ zu öffnen, die sich grundlegend von der menschlichen Gerechtigkeit unterscheidet, und auch die Barmherzigkeit Gottes für sich und für die ganze Welt zu erbitten. Eine Inspiration während der Exerzitien werden auch die Wort der Heiligen Schwester Faustina sein: „Jesus, möge Dein reines, gesundes Blut in meinem kranken Körper kreisen. O Jesus, gedenke Deines bitteren Leidens und lasse nicht zu, dass Seelen verlorengehen, die mit Deinem so kostbaren heiligsten Blut erkauft wurden.“ (Tagebuch 1089, 72)

Ab dem 1. März beginnen in allen Kapellen der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit, auch in der Kapelle mit dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki die Andachten zu Ehren des hl. Joseph. Seit Anfang der Geschichte der Kongregation verehren die Schwestern auf besondere Weise den Bräutigam der Mutter Gottes und Nährvater des Sohnes Gottes, dessen Obhut sie sich anvertrauen. Der hl. Joseph sorgt sich nicht nur um materielle Dinge sondern auch um die Geistigen. Er gab der hl. Faustina zu erkennen, wie sehr er das Werk befürwortet, das ihr der Herr befahl, also der Welt die Botschaft der Barmherzigkeit zu verkünden und versprach ihr seine besondere Hilfe und Obhut. Er verlangte aber auch, Sr. Faustina solle sich ununterbrochen zu ihm hingezogen fühlen und täglich drei Gebete und einmal das «Gedenke» sprechen (vgl. TB 1203). Dank der On-line-Übertragung (außer an Donnerstagen und Sonntagen) kann man täglich um 19.00 Uhr die Litanei zum hl. Joseph mit den Schwestern beten, um für seine väterliche Obhut zu danken und um seine mächtige Fürsprache vor Gott zu bitten.

Die Schwestern der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit bedanken sich herzlich bei allen Spendern, Wohltätern und Mitarbeitern, dank derer die Botschaft der Barmherzigkeit, die Jesus der hl. Faustina übermittelte, viele Menschen in der Welt erreichen kann. Besonders danken wir denjenigen, die unsere Internetseite: www.faustyna.pl unterstützen, denn dank ihrer Spenden erscheint diese in 7 Sprachen. Somit kann durch das Gebet das Werk „Barmherzigkeitsrosenkranz für Sterbende” unterstützt werden (z.Z. werden 70 Sterbende täglich unterstützt); sowie die On-line-Übertragung aus der Kapelle mit dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina im Heiligtum in Krakau-Lagiewniki (jeden Tag verfolgen diese fast 3400 Erstbenutzer). Zusammen können wir also den Aufruf Christi erfüllen, der Welt die Botschaft seiner Barmherzigkeit zu verkünden, denn nur in ihr findet die Welt Frieden und der Mensch – Glückseligkeit. Möge der Barmherzige Jesus unsere liebe Wohltäter und Mitarbeiter im Alltag segnen und ihnen alle Gnaden erteilen, worum wir täglich beten.

Da eine neue Autobahn in Krakau-Lagiewniki gebaut wird, wird die Zufahrt ins Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki verändert. Dies betrifft nicht nur PKW und Busse, sondern auch die Pilger, die das Heiligtum mit der Straßenbahn erreichen wollen. Die Haltstelle: ‘Sanktuarium Bozego Milosierdzia’ wurde vorübergehend geschlossen. Man sollte jetzt entweder an der Haltestelle: ‘ZUS’ oder ‘Borek Falecki’ aussteigen und von dort aus weiter zu Fuß gehen.

Wenn wir weiter den Fußstapfen der hl. Faustina folgen, erreichen wir im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki das Gebäude, das sich entlang der Faustina-Straße befindet. Die Schwestern nennen dieses „Antoninek”. Das alte, mehrstöckige Gebäude mit der ehemaligen Pforte wurde abgerissen. Ein neuer Bau mit Zimmern für die Pilger wurde errichtet. Hier hat auch der Verein der Apostel der Barmherzigkeit Gottes „Faustinum” seinen Sitz.

Schwester Faustina wohnte im ersten Stock in „Antoninek” vom September 1937 bis zum März 1938. Seit Januar 1938 war sie sehr krank und hat die meiste Zeit in ihrem Zimmer verbracht. In dieser Zeit schrieb sie mehr als 50 außergewöhnliche Gnaden in ihrem Tagebuch nieder. Es waren vor allem die Treffen mit Jesus. Diese bezogen sich auf die Mission der Verkündung der Botschaft der Barmherzigkeit, auf das geistliche Leben und die Stärkung im Kampf gegen den bösen Geist. An diesem Ort schrieb Sr. Faustina die bekannten Worte Jesu nieder: Im Alten Testament habe Ich zu meinem Volk Propheten mit Blitz und Donner gesandt. Heute sende ich dich zu der ganzen Menschheit mit meiner Barmherzigkeit (TB 1588). Hier hörte sie auch einige Verheißungen Jesu, die den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes, die Verkündung der Botschaft der Barmherzigkeit und die Stunde der Barmherzigkeit betrafen.

Ich erinnere dich daran, meine Tochter, dass du, so oft du die Uhr die dritte Stunde schlagen hörst, dich ganz in meine Barmherzigkeit versenkst, sie verherrlichst und sie preist. Rufe ihre Allmacht herab für die ganze Welt, besonders aber für die armen Sünder, denn jetzt steht sie für jede Seele weit geöffnet. In dieser Stunde kannst du alles für dich selbst und für andere erbitten. In dieser Stunde kam die Gnade für die ganze Welt. Barmherzigkeit besiegte die Gerechtigkeit. Meine Tochter, bemühe dich in dieser Stunde, den Kreuzweg abzuhalten.

Wenn dir das aber nicht möglich ist, dann gehe für eine Weile in die Kapelle und verehre mein Herz, das voller Barmherzigkeit im Allerheiligsten Sakrament verweilt. Falls dir auch das nicht möglich ist, versenke dich, wenn auch nur kurz, im Gebet, an dem Ort, wo du gerade bist. Ich verlange für meine Barmherzigkeit Ehre von jedem Geschöpf, aber zu allererst von dir, denn dir gab Ich dieses Geheimnis am tiefsten zu erkennen (TB 1572).

An diesem Ort erlebte sie auch ein wichtiges Treffen mit der Mutter Gottes: In großer Helligkeit erblickte ich die Muttergottes. Sie trug ein weißes Kleid mit kleinen goldenen Sternen übersät, die Ärmel im Dreieck mit Gold ausgeschlagen. Ihr Mantel war himmelblau, leicht um die Schultern gehüllt, auf dem Haupt trug sie einen leicht aufgelegten, durchsichtigen Schleier; die Haare waren offen, schön zurechtgelegt; sie trug eine goldene Krone, mit Kreuzchen an den Zacken. Auf dem linken Arm hielt sie das Jesuskind. So hatte ich die Muttergottes noch nicht gesehen. Sie schaute mich gütig an und sagte: «Ich bin die Muttergottes der Priester.» Sie ließ das Jesuskind von ihrem Arm auf die Erde herab, erhob ihre rechte Hand zum Himmel und sagte: «O Gott, segne Polen, segne die Priester.» Dann sagte sie mir: «Sag das, was du gesehen hast, den Priestern.» (TB 1585).

Wenn wir weiter den Spuren der hl. Faustina im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki folgen, werden wir eine längere Zeit vor dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina inne halten. In dieser Kapelle verbrachte die Apostelin der Barmherzigkeit Gottes während ihres Aufenthaltes in Krakau täglich mehrere Stunden im Gebet. Hier erlebte sie 116 Visionen und mystische Begegnungen mit der Heiligen Dreifaltigkeit, mit Jesus und der Mutter Gottes sowie mit den Heiligen und den armen Seelen. Von großer Bedeutung sind beispielsweise schöne Gespräche zwischen Gott und verschiedenen Seelen: einer sündigen (TB 1485), verzweifelten (TB 1486), leidenden (TB 1487), einer, die zur Vollkommenheit strebt (TB 1488) und einer vollkommenen (TB 1489), die Schwester Faustina in ihrem „Tagebuch” niedergeschrieben hat. Diese entdecken die Größe der Liebe Gottes zu jedem Menschen und zeigen den Weg zur Vereinigung mit ihm. In der Kapelle in Lagiewniki sah Schwester Faustina Jesus (27 Mal) oder hörte ihn (fast 60 Mal). Wichtig sind hier besonders diese Jesu-Visionen, die die biblischen Ereignisse betreffen: Jesu Einzug in Jerusalem, die Einsetzung der Eucharistie, die Paschamysterien sowie die Botschaft der Barmherzigkeit. Hier folgt ein Zitat aus dem „Tagebuch der hl. Faustina“ über die Einsetzung der Eucharistie: „Jesus erlaubte mir, den Abendmahlsaal zu betreten und ich erlebte alles, was dort geschah. Am tiefsten wurde ich von dem Moment ergriffen, in welchem Jesus vor der Wandlung seine Augen zum Himmel erhob und in ein geheimnisvolles Gespräch mit seinem Vater einging. Diesen Augenblick werden wir erst in der Ewigkeit richtig kennenlernen. Seine Augen waren wie zwei Flammen, das Antlitz erglüht, weiß wie Schnee, die ganze Gestalt voller Herrlichkeit, seine Seele in Sehnsucht. Im Augenblick der Wandlung ruhte die erfüllte Liebe — das Opfer war in ganzer Fülle vollzogen. Jetzt soll nur noch die äußere Zeremonie des Sterbens erfüllt werden — die äußere Verrichtung, das Wesentliche geschah im Abendmahlsaal. Mein ganzes Leben lang hatte ich keine so tiefe Erkenntnis dieses Geheimnisses wie in dieser Anbetungsstunde. Oh, wie sehnsüchtig wünsche ich, dass die ganze Welt dieses unergründliche Geheimnis erkennt!” (TB 684).

Der nächste Ort, verbunden mit den Visionen im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki ist das Kloster. Die außergewöhnlichen Begegnungen mit den Heiligen gab es im Schlafzimmer, Krankenzimmer, Refektorium, in den Fluren, Sprechzimmern, im Büro der Oberin oder im Saal der Gemeinschaft. Jesus gab Sr. Faustina wichtige Informationen, die sich auf die Botschaft der Barmherzigkeit bezogen haben, und mit denen Er sie in die ganze Welt gesandt hat. Im September 1936 hörte Sr. Faustina ein großes Versprechen, das mit dem Beten des Rosenkranzes zur Barmherzigkeit Gottes verbunden war: Bete unablässig den Rosenkranz, den Ich dich gelehrt habe. Wer auch immer ihn beten wird, der erfährt in seiner Todesstunde meine große Barmherzigkeit. Die Priester werden ihn den Sündern als letzten Rettungsanker reichen. Sollte es der verstockteste Sünder sein — falls er nur einmal diesen Rosenkranz betet, wird ihm die Gnade meiner unendlichen Barmherzigkeit zuteil. Ich wünsche, dass die ganze Welt meine Barmherzigkeit erkennt. Unbegreifliche Gnaden will ich jenen Seelen erteilen, die meiner Barmherzigkeit Vertrauen schenken (TB 687).

Im Kloster begegnete Sr. Faustina oftmals Jesus, der Mutter Gottes, der hl. Theresia vom Kinde Jesu, oder den armen Seelen. Am 15. August 1937 wählten die Schwestern die Mutter Gottes zur himmlischen Generaloberin der Kongregation. Sr. Faustina sah damals Maria und beschrieb diese Begegnung wie folgt: „Während dieses Aktes, der zur Ehre der Gottesmutter stattfand, sah ich zum Schluss die seilige Jungfrau. Sie sagte mir: «Die Huldigung eurer Liebe freut mich sehr.» Im selben Augenblick umhüllte sie alle Schwestern unserer Kongregation mit ihrem Mantel. Mit der rechten Hand drückte sie die Mutter Generaloberin Michaela an sich und mit der linken mich. Alle anderen Schwestern befanden ihr zu Füßen, von ihrem Mantel umhüllt. Da sagte die Muttergottes: «Jede, die bis zum Tode eifrig in meiner Kongregation ausharrt, bleibt vom Fegefeuer verschont. Ich wünsche, dass sich jede durch folgende Tugenden auszeichnet: Demut und Sanftmut, Reinheit, Gottesliebe und Nächstenliebe, Güte und Barmherzigkeit.» — Nach diesen Worten entschwand die ganze Kongregation; ich blieb mit der heiligen Gottesmutter allein. Sie belehrte mich über den Willen Gottes, wie er im Leben anzuwenden sei und wie man sich restlos seinem heiligsten Urteil unterwerfen soll. Gott zu gefallen, ist nicht möglich, ohne seinen heiligen Willen zu tun. — «Meine Tochter, mit Nachdruck empfehle Ich dir, dass du alle Wünsche Gottes treu erfüllst, denn das findet großes Wohlwollen in seinen heiligen Augen. Ich wünsche, dass du dich darin hervortust, den Willen Gottes treu zu vollziehen. Stelle den Willen Gottes über alle Brandopfer und Opfer.» Während die himmlische Mutter zu mir sprach, kam in meine Seele tiefes Verständnis für den Willen Gottes (TB 1244).

 

 

Wenn wir weiter den Fußstapfen der hl. Faustina folgen, nachdem wir das Tor passiert haben und dem barmherzigen Jesus in der Getsalt eines armen Jünglings begegnet sind, halten wir auf dem Platz vor dem Kloster inne. Hier befinden sich alte Bäume und ein Blumenbeet mit der Figur des hl. Joseph, die sich sicherlich an eine Jesu-Vision von Schwester Faustina im Mai 1933 erinnert. Am Tag der Abreise nach Vilnius (am 23. Mai) ging Schwester Faustina vor das Kloster und stand beim Blumenbeet. Sie blickte auf den Garten, das Haus, erinnerte sich, wie viele Ganden sie an diesem Ort erhielt in Postulat, Noviziat, nach den ersten und den ewigen Gelübden sowie durch ihren Seelenführer P. Josef Andrasz SJ. Es tat ihr leid, das Kloster zu verlassen. Tränen standen in ihren Augen und dann erblickte sie plötzlich Jesus am Blumenbeet, der ihr sagte: Weine nicht, Ich bin immer mit dir (TB 259). Diese Jesu-Vision und die Erfahrung seiner Gegenwart waren so stark, das sie Schwester Faustina auf der Reise nach Vilnius stets begleitet haben.

 

In der Zeit nach Ostern wird das Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki von vielen Pilgern besucht. Sie beten vor dem Bild des barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina, empfangen Sakramente, besichtigen das kleine Museum mit den Andenken, die an die hl. Faustina erinnern und erfahren die liebende Gegenwart Gottes. Den Pilgern helfen dabei die Schwestern, die die Botschaft der Barmherzigkeit verkünden, die Reiseführer wie z.B. „Das Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes – Eine Wallfahrt mit der hl. Faustina” und „In den Fußstapfen der hl. Faustina”. Das Heiligtum in Lagiewniki ist ein Zeuge von mehr als 280 übernatürlichen Erfahrungen, die die Heilige in ihrem „Tagebuch” niederschrieb sowie von vielen Wundern, die an diesem Ort die Pilger erfahren. Fast jeder Platz hier, angefangen vom Tor und in der Kapelle endend hat seine besondere Bedeutung.

Die Präsentation dieser Orte beginnen wir am Tor (dem Eingang ins Heiligtum). Früher befand sich an diesem Platz die Klosterpforte, denn das ganze Objekt war für die Menschen geschlossen. Wenn Schwester Faustina an der Pforte arbeitete, wurde sie von Cherubinen beschützt, und im Herbst 1937 kam Jesus zu ihr in der Gestalt eines armen Jünglings. Sie beschrieb das Ereignis in ihrem „Tagebuch”: „Heute kam Jesus in der Gestalt eines armen Jünglings an die Pforte, ein ausgezehrter junger Mann in arg zerrissener Kleidung, barfuß, ohne Kopfbedeckung, durchfroren, denn der Tag war kalt und nass. Er bat um etwas warmes Essen. Ich ging in die Küche, aber da war nichts für die Armen. Nach einigem Suchen fand sich noch ein wenig Suppe. Die wärmte ich auf, bröckelte etwas Brot hinein und reichte sie diesem Armen, der sie aufaß. Im Augenblick, als ich ihm den Becher abnahm, gab er sich als Herr des Himmels und der Erde zu erkennen. Als ich ihn sah, wie er ist, entschwand er meinen Blicken. Zurückgekehrt in die Wohnung überlegte ich, was an der Pforte geschehen war. Da hörte ich in meiner Seele die Worte: Meine Tochter, mir waren die Segenswünsche der Armen zu Ohren gekommen; sie kamen von der Pforte und lobten mich. Deine Barmherzigkeit im Rahmen des Gehorsams gefiel mir und Ich verließ meinen Thron, um die Frucht deiner Barmherzigkeit zu kosten” (TB 1312).

In der Andacht zur Barmherzigkeit Gottes gibt uns Jesus jeden Tag um 15.00 Uhr eine außergewöhnliche Zeit der Gnade. Es geht um den Moment seines Todes am Kreuz. Er sagte zu Schwester Faustina: „Das ist die Stunde der großen Barmherzigkeit für die Welt. (…) In dieser Stunde verweigere Ich nichts der Seele, die mich durch mein Leiden bittet….” (TB 1320). Man soll aber mit Vertrauen beten und barmherzig gegenüber den Nächsten sein. Jesus beschrieb drei Gebetsweisen für die Stunde der Barmherzigkeit: den Kreuzweg abhalten, vor dem Allerheiligsten Sakrament beten oder, wenn es nicht möglich ist, sich mit Ihm, der am Kreuz stirbt, an dem Ort, wo wir gerade um 15.00 Uhr sind, geistig zu verbinden. In diesem Gebet wenden wir uns direkt an Jesus. In unseren Bitten berufen wir uns auf die Verdienste seines schmerzhaften Leidens. Es ist eine privilegierte Zeit für die Andacht zur Barmherzigkeit Gottes. Deswegen werden die Stunde der Barmherzigkeit und der Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes jeden Tag in jedem Kloster der Kongregation praktiziert. Das Gebet aus dem Heiligtum in Krakau-Lagiewniki lässt sich auf der Internetseite: faustyna.pl sowie mit der App: Faustyna.pl verfolgen.

Die App: Faustyna.pl ist an jetzt auch für das iOS-Betriebssystem erhältlich. Sie kann auf der Internetseite durch den Link, direkt im AppStore (Faustyna.pl) oder in GooglePlay heruntergeladen werden. Die App ist in 7 Sprachen erhältlich und erleichtert die Nutzung der wesentlichen Inhalte der Internetseite: www.faustyna.pl. Es geht vor allem um einen schnellen Zugang zur On-line-Übertragung aus dem Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki sowie zu wesentlichen Inhalten, die mit der Botschaft der Barmherzigkeit Gottes und der hl. Faustina sowie mit dem Werk „Rosenkranz für Sterbende“ verbunden sind. Des Weiteren kommen tägliche Impulse aus ihrem „Tagebuch” sowie Informationen über die Hauptstadt des Kultes der Barmherzigkeit Gottes – über das Heiligtum in Krakau-Lagiewniki hinzu. Zusätzlich beinhaltet diese App auch Text- und Fotonachrichten.

Aplikacja Faustyna pl

Im „Sklep Play” ist die App: Faustyna.pl für die Smartphones und Tablets erhältlich, die eine mobile Version der Internetseite: www.faustyna.pl erschließt. Sie stellt die Themen dar, die mit der hl. Faustina und der Andacht zur Barmherzigkeit Gottes in den Formen, die Jesus ihr übermittelte, verbunden sind. Des Weiteren kommen tägliche Impulse aus ihrem „Tagebuch” sowie Informationen über die Hauptstadt des Kultes der Barmherzigkeit Gottes – über das Heiligtum in Krakau-Lagiewniki hinzu. Zusätzlich beinhaltet diese App auch Text- und Fotonachrichten, den Zugang zur On-line-Übertragung aus der Kapelle mit dem Gnadenbild des Barmherzigen Jesus sowie einen schnellen Kontakt mit den im Heiligtum in Lagiewniki geführten Werken. Die App wurde von Karolina Slusarczyk und Klaudia Popko in Teilen als Diplomarbeit an der AGH (Die Wissenschaftlich-Technische Universität) unter der Leitung von Dr. Robert Chodorek erstellt, um den Pilgern aus der ganzen Welt sowie den Jugendlichen, die zum Weltjugendtag 2016 nach Krakau kommen, den Zugang zu den wesentlichen Informationen über die Botschaft der Barmherzigkeit und das Heiligtum in Lagiewniki zu erleichtern. Die App ist in sieben Sprachversionen erhältlich.

Sladami objawien Siostry Faustyny

Im „Misericordia” Verlag der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit ist das Buch von Sr. M. Elzbieta Siepak mit dem Titel „Auf den Spuren der Offenbarungen der hl. Faustina im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki” erschienen. Es ist ein spezieller Führer durch die Hauptstadt der Andacht zur Barmherzigkeit Gottes, in der die hl. Faustina mehr als 280 verschiedene Visionen und Offenbarungen sowie mystische Erfahrungen erlebte. Eigentlich jeder Platz in Lagiewniki ist von den Spuren der außergewöhnlichen Begegnungen der Apostolin der Barmherzigkeit Gottes mit Jesus, der Mutter Gottes, den Engeln, den Heiligen oder armen Seelen gekennzeichnet. Die meisten Visionen und mystischen Erfahrungen (116) hatte sie in der Klosterkapelle (5 Mal erfuhr sie die Gegenwart der Heiligen Dreifaltigkeit). Ihr Kontakt mit der übernatürlichen Welt war so wirklich und real, wie die mit den Sinnen erlebte Welt. Das Buch führt die Leser in die Atmosphäre der außergewöhnlichen Begegnungen der hl Faustina im Heiligtum.