Aktuelle Nachrichten

Jedes Jahr wird im Krankenhaus von Johannes Paul II. in Krakau ein „Tag der hl. Faustina“ begangen. In der Herz-Jesu-Kapelle, die ein Zeuge der Gegenwart, des Gebets und des Leidens der Apostelin der Barmherzigkeit sowie der außergewöhnlichen Ereignissen ihres Lebens war, wird am 17. September um 15.20 Uhr die Heilige Messe gefeiert. Im Vorfeld findetdas Gebet in der Stunde der Barmherzigkeit statt, das von den Schwestern aus Krakau-Lagiewniki geleitet wird. Der „Tag der hl. Faustina“ wird gemeinsam von der Leitung des Krankenhauses und der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit organisiert. Daran nehmen nicht nur die Ärzte, Krankenschwestern, Krankenpfleger und Patienten teil, sondern auch die Verehrer der Barmherzigkeit Gottes und der hl. Faustina. In diesem Krankenhaus verbrachte Sr. Faustina in Jahren 1936-1938 insgesamt mehr als 8 Monate und am 17. September 1938 verließ sie das Krankenhaus, um im Kloster ins das Haus des himmlischen Vaters hinüber zu gehen.

Nach Krakau kam die Heilige Schwester Faustina das erste Mal im Januar 1926. Sie verbrachte in dieser Stadt über 5 Jahre. Dauerhaft wohnte sie im Kloster der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit in Łagiewniki, verweilte aber auch an anderen Orten. Auf ihren Spuren in dieser Königsstadt sollte man deshalb auch folgende Orte besuchen: die Kirche St. Joseph im Stadteil Podgórze – die ehemalige Gemeinde des Klosters in Łagiewniki; die Herz-Jesu-Basilika, wo die Heilige Faustina an der jährlichen Prozession zum Herzen Gottes teilnahm; das Stadthaus an der Szewska-Straße 22, wo sie der Verlag J. Cebulskiego befand und wo die ersten Bilder des barmherzigen Jesus und Gebete aus dem „Tagebuch“ der Apostelin der Barmherzigkeit Gottes gedruckt wurden; sowie die Marienbasilika, in der sie nach dem Besuch des Verlags betete. Ein wichtiger Ort auf dieser Route is das Krankenhaus Johannes Paul II (ehemals Miejskie Zakłady Sanitarne) im Stadtteil Prądniku, wo sie mehr als acht Monate in Behandlung verbrachte. Die Krankenhauskapelle ist bist heute erhalten und in ihr ist der Ort des täglichen Gebets der Heiligen markiert. Der Weg der Heiligen Schwester führt auch zum Amt der Stadt, der Wegweiser in mehreren Sprachen für Personen, die ihren Spuren folgen, herausgegeben hat. Mehr.

Ab dem 2. September 2019 wird der Haupteingang zum Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Łagiewniki – zur Kapelle mit dem gnadenreichen Bild des barmherzigen Jesus und dem Grab der Heiligen Schwester Faustina – aufgrund des Umbaus der Treppen und der Installation eines Aufzugs geschlossen sein. Während der Arbeiten steht der Eingang unter dem Turm zur Verfügung, d.h. von der Seite des Klosterplatzes und der Passionskapelle. Der Abschluss der Arbeiten ist für Mitte November geplant.

Der „Abend mit dem barmherzigen Jesus“ im nationalen Sanktuarium des Heiligen Johannes Paul II. in Washington findet diesmal am Samstag, den 21. September statt. Er wird von den Schwestern aus der Gemeinschaft der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit in Washington geleitet und der besondere Gast des Treffens wird Pater Jonathan Kalish OP, Direktor der Kapläne der Kolumbusritter, sein. Das Treffen beginnt um 19 Uhr vor dem Bild der barmherzigen Jesus mit dem Gebet des Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes. Nach der Konferenz folgt die Anbetung Jesu im Allerheiligsten Sakrament und zum Abschluss treffen sich die Jugendlichen beim Tee, um über die in der Konferenz angesprochenen Themen zu sprechen und ihre Erfahrungen mit Gott mit anderen zu teilen. Die „Abende mit dem barmherzigen Jesus“ werden für Jugendliche organisiert, die in die Fußstapfen der Heiligen Schwester Faustina und des Heiligen Johannes Paul II treten und eine neue Lebensqualität in Freundschaft mit dem barmherzigen Jesus entdecken möchten.

Am 28. September 2019, am Tag der Seligsprechung von P. Michal Sopocko, treffen sich um 15.00 Uhr auf den Plätzen, an den Ecken und Straßenkreuzungen sowie an anderen öffentlichen Orten Menschen, die den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes beten werden. Die Teilnehmer dieser Aktion beten um Barmherzigkeit für sich, für ihre Lieben, für die Heimat, die Kirche und die Welt. An dieser Aktion, die an die Botschaft der Barmherzigkeit erinnert kann jeder teilnehmen. Es reicht aus einen Platz an einer Kreuzung zu finden und den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes zu beten. Das Gebet kann individuell oder mit einer Gruppe stattfinden. Oder – wenn es nicht anders möglich ist – kann man sich auch geistig mit anderen verbinden. Mehr auf der Internetseite: www.iskra.jezuici.pl .

Ab dem 1. September 2019 beginnen im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki sowie in allen Kapellen der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit   und in einigen Pfarrkirchen die Andachten zu Ehren der Barmherzigkeit Gottes verbunden mit dem Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes. Sie wurden im Jahre 1993 eingeführt (nach der Seligsprechung von Schwester Faustina), wie es auch im Mai, Juni oder Oktober üblich ist. Während der Andachten wird der Rosenkranz zur Barmherzigkeit gesprochen oder gesungen mit der Bitte um Barmherzigkeit für unser Vaterland und die ganze Welt. Der September ist der Monat, in dem Jesus den Rosenkranz offenbarte und in dem auch der 2. Weltkrieg begann. Diese Umstände sowie die momentane Situation auf der ganzen Welt treiben uns besonders dazu an, zu Gott um seine Barmherzigkeit für uns und die ganze Welt zu bitten.

Unter diesem Titel erschien im Verlag „Misericordia“ ein Buch von Schwester Emanuela Gemza ZMBM, das von den Gaben und Früchten des Heiligen Geistes im Leben der Heiligen Schwester Faustina erzählt. Es ist eine Aufzeichnung von Konferenzen, die während des letzten Jahres in der Krakauer Gemeinschaft des Vereins der Apostel der Barmherzigket Gottes „Faustinum“ gehalten wurden. Das Buch kann in den Läden des Verlags „Misericordia“ im Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Łagiewniki und im Online-Shop erworben werden: www.milosierdzie.faustyna.pl

Auf Bitte vieler Apostel der Barmherzigkeit Gottes hat Schwester Elżbieta Siepak ZMBM eine überarbeitete und erweiterte Auflage des Buches „Sie hat das gewöhnliche Leben außergewöhnlich gemacht“, das im Verlag „Misericordia“ auf Polnisch, Spanisch und Französisch erschienen ist und in Kürze auch auf Englisch erhältlich sein wird, vorbereitet. Das Buch enthält eine enzyklopädische Darstellung des Lebens, der Spiritualität und der Mission der Heiligen Schwester Faustina. Es erlaubt, in der reichen Literatur über die Apostelin der Barmherzigkeit Gottes das zu finden, was die grundlegende Botschaft ihrer Schule der Spiritualität und ihrer Mission der Verkündigung der Botschaft der Barmherzigkeit ist. In sehr zugänglicher Sprache wird die Andacht zur Barmherzigkeit Gottes in der Form, in der sie im „Tagebuch“ der Heiligen Schwester Faustina niedergeschrieben ist, besprochen. Das Buch ist in den Geschäften des Verlags „Misericordia“ im Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Łagiewniki, sowie im Online-Shop unter www.misericordia.faustyna.pl erhältlich.

Unter diesem Titel erschien auf Polnisch, Englisch, Spanisch und Französisch im Verlag „Misericordia“ das Buch der Schwester Diana Kuczek aus der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit. Die Autorin sucht nach Wegen, die Erfahrung der Barmherzikeit zu teilen…und sie findet mindestens 14! 7 für den Körper und 7 für die Seele! An der Seite der Heiligen Schwester Faustina macht sie sich auf den Weg, um im Nächsten Gott zu begegnen und ganz Mensch zu werden. Das Buch kann im den Läden des Verlags ‚Misericordia“ im Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Łagiewniki und im Online-Shop erworben werden: www.milosierdzie.faustyna.pl

 

In der Andacht zur Barmherzigkeit Gottes gibt uns Jesus jeden Tag um 15.00 Uhr eine außergewöhnliche Zeit der Gnade. Es geht um den Moment seines Todes am Kreuz. Er sagte zu Schwester Faustina: „Das ist die Stunde der großen Barmherzigkeit für die Welt. (…) In dieser Stunde verweigere Ich nichts der Seele, die mich durch mein Leiden bittet….” (TB 1320). Man soll aber mit Vertrauen beten und barmherzig gegenüber den Nächsten sein. Jesus beschrieb drei Gebetsweisen für die Stunde der Barmherzigkeit: den Kreuzweg abhalten, vor dem Allerheiligsten Sakrament beten oder, wenn es nicht möglich ist, sich mit Ihm, der am Kreuz stirbt, an dem Ort, wo wir gerade um 15.00 Uhr sind, geistig zu verbinden. In diesem Gebet wenden wir uns direkt an Jesus. In unseren Bitten berufen wir uns auf die Verdienste seines schmerzhaften Leidens. Es ist eine privilegierte Zeit für die Andacht zur Barmherzigkeit Gottes. Deswegen werden die Stunde der Barmherzigkeit und der Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes jeden Tag in jedem Kloster der Kongregation praktiziert. Das Gebet aus dem Heiligtum in Krakau-Lagiewniki lässt sich auf der Internetseite: faustyna.pl sowie mit der App: Faustyna.pl verfolgen.

Jeden Donnerstag betet die Kustodia-Gruppe gemeinsam mit den Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit im Sanktuarium in Krakau-Łagiewniki vor dem gnadenreichen Bild des barmherzigen Jesus und am Grab der Heiligen Schwester Faustina für die Priester. Zwischen 20 und 21.30 Uhr erbitten sie während der Anbetung des Allerheiligsten und während des gemeinsamen Rosenkranzes Gnaden für die Vermittler der Barmherzigkeit Gottes, dass sie ihrer Berufung treu bleiben und die ihnen anvertrauten Menschen auf Gottes Wegen führen. Zu diesem Gebet sind alle eingeladen, auch die, die sich durch Online-Übertragungen auf www.faustyna.pl und www.sanktuarium.faustyna.pl mit dem Sanktuarium verbinden.

 

Im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki wird an jedem Donnerstag um 17.00 Uhr die Heilige Messe zu Ehren der Barmherzigkeit Gottes durch die Fürsprache der hl. Faustina zelebriert. Während der Messe wird in allen Gebetsanliegen (Bitten und Danksagungen) gebetet, die auf den Altar vor dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und auf das Grab der hl. Faustina gelegt werden. Die Anliegen kann man auch kurz vor der Messe abgeben und diejenigen, die nicht anwesend sein können, haben die Möglichkeit die Heilige Messe auf der Internetseite www.faustyna.pl zu verfolgen.

 

Die letzten Monate brachten weitere Fortschritte bei der Erweiterung des Sanktuariums der Barmherzigkeit Gottes in Płock. Derzeit dauern die Arbeiten an der Fassade der Kirche an. Der Turm wird verklinkert und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten werden auch die Holzarbeiten an den Außenfenstern und -türen sukzessive ausgeführt. Der Abschluss der Holzarbeiten, die Dacheindeckung und der Bau der kompletten Fassade inklusive der Bemalung sind die Hauptziele der Arbeiten bis Ende des Jahres 2019. Geplant ist ebenso der Beginn der Arbeiten zur Bewirtschaftung des Geländes, soweit finanziell möglich.

Das Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes in Płock wird durch die Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit dank der Spenden errichtet, die zu diesem Zweck von Verehrern der Barmherzigkeit Gottes und Menschen guten Willens gegeben werden. Die Schwestern danken für jede Gabe des Herzens, die dazu beiträgt, dass am Ort der ersten Offernbarung des barmherzigen Jesus der Heiligen Schwester Faustina eine Kirche entsteht, und bitten um weitere Unterstützung. Für alle, die den Bau des Sanktuariums geisting und materiell unterstützen, beten die Schwestern gemeinsam mit den Gläubigen in der Stunde der Barmherzigkeit den Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit. Auch feiern sie jeden 22. Tag des Monats eine Heilige Messe für alle Spender.

Spenden für den Ausbau des Sanktuariums der Barmherzigkeit Gottes in Płock kann man auf folgendes Konto einzahlen:

Zgromadzenie Sióstr Matki Bożej Miłosierdzia
Stary Rynek 14/18
09-404 Płock

Bank PEKAO SA
I O w Płocku
ul. Kolegialna 14a

KOD SWIFT: PKOPPLPW

PLN Numer IBAN: 72 1240 3174 1111 0000 2890 0836
USD Numer IBAN: 56 1240 3174 1787 0010 1057 7746
EUR Numer IBAN: 28 1240 3174 1978 0010 1057 7818

In dem Kurort Rabka verbrachte die Heilige Schwester Faustina nur einige Tage Ende Juli und Anfang August 1937 im Kloster der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit an der Slowacki-Straße 12. Obowohl bis heute viele Personen, vor allem Kinder, das gute Mikroklima in Rabka genießen, diente es der Apostelin der Barmherzigkeit Gottes, die an Lungentuberkulose und Magen-Darm Problemen litt, nicht. Deshalb verweilte sie hier nicht lange. Aber auch der kurze Aufenthalt hatte in ihrem Leben Bedeutung und trägt eine Botschaft an alle, die ihren Schritten folgen. Hier im Kloster der Kongregation der Muttergottes des Barmherzigkeit hatte Schwester Faustina ein wichtiges Treffen mit dem Heiligen Joseph, der ihr besondere Hilfe und Obhut bei der Mission der Verkündigung der Botschaft der Barmherzigkeit versprach. Sie hörte auch den Gesang des Engels, der über ihr ganzes Leben sang, was sie sehr überrascht und in ihrem Leid stärkte. An den Aufenthalt von Schwester Faustina in Rabka erinnert eine Gedenktafel am Eingang zum Kloster. Der Raum, in dem sie sich aufhielt, ist ebenfalls erhalten. Mehr.

Dort, wo Heilige sterben, legt Gott ihr ganzes geistliches Erbe ab. So ist es auch im Fall der Heiligen Schwester Faustina. Deshalb ist das Anwesen der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit in Krakau-Łagiewniki, wo sie am 5. Oktober 1938 starb, die Welthauptstadt des Kultes der Barmherzigkeit Gottes und das Zentrum ihrer Verehrung. Pilger aus der ganzen Welt kommen an diesen Ort. Betrachtet man die Anzahl der Länder, ist das Sanktuarium in Łagiewniki eines der weltweit führenden, da es jedes Jahr von Pilgern aus rund 100 Ländern aller Kontinente besucht wird. Es ist der Ort von mehr als 280 Erscheinungen und mystischen Erfahrungen, die die Apostelin der Barmherzigkeit Gottes hier hatte, und vor allem der Ort, an dem sie die liebevolle Gegenwart Gottes erlebte – ein Ort vieler Wunder, wie Dankgaben und schriftliche Zeugnisse, die an das Kloster gesendet werden, zeigen. Mehr zu diesem Thema unter: faustyna.pl

Ein wichtiger Ort auf dem Weg der Offenbarung der Botschaft der Barmherzigkeit ist Vilnius, das damals innerhalb der Grenzen Polens lag. Im Kloster der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit in Antokol an der Senatorska-Straße 25 (heute Grybo 29) verweilte die Heilige Faustina zwei Mal: 4 Monate im Jahr 1929 und in den Jahren 1933-1936, insgesamt also mehr als 3 Jahre. In dieser Stadt lernte sie Priester Michał Sopoćko kennen, der in Vilnius ihr geistiger Leiter und Helfer bei der Erfüllung der Mission, die ihr durch Jesus aufgetragen wurde, war. Dank seiner Bemühungen, wurde in der Rusa-Straße 6 das erste Bild der barmherzigen Jesus gemalt, das im April 1935 zum ersten Mal zur öffentlichen Verehrung im Tor der Morgenröte ausgestellt wurde. Einige Monate später diktierte Jesus der Heiligen Faustina den heute weltweit bekannten Barmherzigkeitsrosenkranz. Auf wundersame Weise – so kann man sagen – ist das Gebäude erhalten geblieben, in dem dieses historische Ereignis stattfand. Die verbleibenden Klostergebäude, die in einem besseren Zustand waren, wurden vollständig abgerissen. In der überlebenden „Datsche“, in der die Heiligen Faustina begann das berühmte „Tagebuch“ zu schreiben und den Auftrag erhielt, eine „neue Kongregation“ zu gründen – die Apostolische Bewegung der Barmherzigkeit Gottes – befindet sich nun ein kleines Museum der Diözese Vilnius. Auf den Spuren der Heiligen Faustina in Vilnius befindet sich auch die Kirche St. Michael, wo die Apostelin der Barmherzigkeit Gottes manchmal bei Priester Sopoćko, der damals Rektor dieser Kirche war und wo einige Zeit lang das erste Bild des barmherzigen Jesus plaziert war, beichtete. In Vilnius wurde das Bild auch seit 1985 in der Kirche Heilig Geist und seit 2005 in der gleichen Straße in der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit, die das Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes ist, verehrt. Schwester Faustina war mit Sicherheit auch bei wichtigen Festtagen in der wunderschönen barocken Pfarrkirche St. Peter und Paul und auf dem nahegelegenen Friedhof, wo sich die Gräber der Schwestern befinden, die im Kloster der Kongregation in Vilnius gestorben sind. Mehr.

Ein sehr wichtiger Ort auf dem Weg des Lebens der Heiligen Faustina ist Płock, denn an diesem Ort im Kloster der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit am alten Markt begann ihrer prophetische Mission. Hier kam es zu der ersten Offenbarung des Bildes des barmherzigen Jesus und sie erhielt Seinen Auftrag, in der Kirche das Fest der Barmherzigkeit Gottes einzusetzen. Dieser Ort ist seit dem Jahre 2000 das Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes, wo aktuell eine neue Kirche mit Einrichtungen für die Apostel der Barmherzigkeit Gottes und die zahlreichen Pilger errichtet wird. In Płock lohnt es sich, den alten Markt, die Kathedrale und die Kirche des Heiligen Bartholomeus zu besuchen, denn auch dort war die Apostelin der Barmherzigkeit Gottes, die während ihres Aufenthalts im Kloster in Płock in den Jahren 1930-1932 gemeinsam mit den Schwestern an verschiedenen kirchlichen Feierlichkeiten teilnahm. Aus dem Fenster ihrer Zelle sah sie die berühmte „Małachowianka”, die älteste polnische Oberschule, die 1180 gegründet wurde und an das Kloster angrenzt. Auf den Spuren der Heiligen Faustina kann man von Płock aus 10 km zum Kloster der Kongregation in Biała fahren, wo sie mehrere Male verweilte. Mehr.

Auf den Spuren des Lebens der Heiligen Schwester Faustina ist auch Kiekrz in der Nähe von Posen, ein idyllischer Ort am kleinen Kiekrz-See. Obwohl die Apostelin der Barmherzigkeit Gottes hier im Jahre 1929 nur kurz verweilte, wurden das Kloster der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit und der nahegelegene See im „Tagebuch“ verewigt. Als sie am Ufer des Sees stand und die Gegenwart Gottes im Werk der Schöpfung kontemplierte, sah sie Jesus, der sagte: Das alles habe Ich für dich geschaffen, Meine Braut, und wisse, dass alle Schönheiten nichts sind im Vergleich mit dem, was Ich dir in Ewigkeit vorbereitet habe (TB 158). Dank des Aufenthalts der Heiligen Schwester Faustina an diesem Ort und des sich verbreitenden Kultes, wurde die Kapelle der Kongregation in Kiekrz 2015 zum Sanktuarium der Heiligen Schwester Faustina erhoben. Die Pilger, die an diesen Ort kommen, können den Weg der Heiligen Schwester Faustina zum See gehen und unter freiem Himmel den Kreuzweg gehen. Am Ort der Offenbarung befindet sich ein Feldaltar, an dem zu großen Festtagen die Eucharistie gefeiert wird. Am Kloster kann man ebenso ein kleines Museum besuchen, das Exponate aus dem Klosterleben in der Zeit der Heiligen Faustina zeigt. Mehr.

Auf den Spuren der Heiligen Schwester Faustina können wir von Warschau aus nach Walendów und Derdy, die ca.20 km von der Hauptstadt entfernt sind, fahren. Nach Walendów kam die Apostelin der Barmherzigkeit Gottes zum ersten Mal im November 1932 zu Exerzitien, bei denen sie von Pater E. Eltera SJ versichert wurde, dass das, was sie erlebt, von Gott stammt. Bei dieser Gelegenheit besuchte sie auch das Kloster der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit im Wald im 1 km entfernten Derdy. Für einen kurzen dauerhaften Aufenthalt kam sie Ende März 1936 nach Walendów und nach einigen Wochen hielt sie sich noch im Kloste in Derdy auf. In einem Brief and Priester Sopoćko schrieb sie, dass das Haus in Derdy wahrhaft wie aus einem Märchen sei. Umgeben von Wald, gibt es in der Nähe keine Gebäude, nur Stille und Frieden. Alles hilft, den Geist zu konzentrieren, nur die Vögel unterbrechen diese Stille und preisen mit ihrem Zwitschern ihren Schöpfer. In allem, was mich umgibt, sehe ich Gott. Vor dieser Kulisse betreiben die Schwestern heute ein Exerzitienhaus und einen Kindergarten. Mehr.

 

Nach Warschau – nach Wunsch Jesu – kam die Heilige Schwester Faustina noch als Helena Kowalska im Zeitraum Juni/Juli 1924, um einen Platz im Kloster zu suchen. In der Hauptstad verbrachte sie insgesamt ein Dutzend Monate, vielleicht 1,5 Jahre. Trotz der Zerstörung der Stadt während des Zweiten Weltkrieges kann man die Orte sehen, von denen bekannt ist, dass sie dort war. Dazu gehören u.a. der Hauptbahnhof, wo sich heute das Eisenbahnmuseum befindet, die Kirche des Heiligen Jakobus an der Grójecka-Straße 58, wo sie erste Hilfe erhielt, als sie in die Stadt kam: die Adresse von Aldona Lipszycowa, bei der sie wohnte und Arbeit in Ostrówek (Gemeinde Klembów) begann, um für eine bescheidene Mitgift für den Eintritt ins Kloster zu verdienen. Ihr Aufenthaltsort nach Annahme in der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit war das Kloster an der Żytnia-Straße 3/9. Sie nahm täglich an der Eucharistie teil und betete in der Klosterkirche, die damals den Schwestern und ihren Schülern diente. Heute ist die Kirche das Sanktuarium der Heiligen Schwester Faustina. Mit ihrem Aufenthalt in Warschau ist auch ein zweites Kloster an der Hetmańsks-Straße in Grochów verbunden, in dem sie nicht nur die Schwestern besuchte, aber für kurze Zeit auch wohnte und arbeitete. Im „Tagebuch“ erwähnt sie auch das Gebet in der Kapelle der Kongregation der Schwestern der Familie Mariens an der Żelazna-Straße, in dem Jesus ihr bewusst machte, wie sehr es auf die Erfüllung der Mission ankommt, die Er ihr auferlegt. Mehr.

Helena Kowalska kam 1922 nach Łódź und verbrachte dort fast 2 Jahre. Auf ihren Spuren muss man hier einige Ort besuchen, die in ihrem Leben wichtig waren. Als erstes das Haus an der Krośnieńska-Straße 7, wo sie nach ihrer Ankuft bei ihrem Onkel Rapacki unterkam – heute ist dort ein Kloster der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit und ein Ort des Treffens für viele Menschen. Nicht weit entfernt befindet sich der berühmte Venedig-Park (heute Słowacki-Park), der sich an die Vision des leidenden Jesus erinnert, die die junge Helena Kowalska an diesem Ort hatte. Von hier aus ging sie, nach unterbrochenem Tanz, zur Kathedrale des Heiligen Stanisław Kostka, wo sie die Worte Jesu hörte, der sie aufrief, nach Warschau zu fahren und ins Kloster einzutreten. An der Abramowski-Straße 29 steht auch ein Haus, in dem Helenka Kowalska damals wohnte und sich um das Haus von Marianna Sadowska-Wieczorek kümmerte, die im Erdgeschoss ein Lebensmittelgeschäft führte. Vom Bahnhof Łodzi Fabryczna nach Warschau brach Helenka Kowalska höchstwahrscheinlich Ende Juni/Anfang Juli 1924 auf. Im Jahre 2005 kehrte sie schon als Heilige Schwester Faustina auf Einladung der Stadträte zurück nach Łódź, um Patronin der Stadt zu werden. Ihr schönes Denkmal steht vor der Kirche unter ihrem Patronat und zeigt sie als Person, die für die Stadt und die ganze Welt um die Barmherzigkeit Gottes fleht. Mehr.

Im Alter von 16 Jahren verließ Helena Kowalska zum ersten Mal das Haus ihrer Familie in Głogowiec um bei Leokadia und Kazimierz Bryszewski in Aleksandrów Łódzki zu dienen. Diese hatten in der Stadt in der Parzęczewska-Straße (heute Straße des 1. Mai) 7 eine Bäckerei und ein Backwarengeschäft. Das Haus der Bryszewski ist bis heute erhalten und wird von anderen Familien bewohnt. Auch ist die Kirche des Heiligen Raphael, in dem die zukünftige Apostelin der Barmherzigkeit Gottes im Februar 1922 gefirmt wurde, ebenfalls erhalten. In den letzten Jahren treffen sich an diesem Ort gefirmte Jugendliche der Erzdiözese Łódź, sowie die Jugendlichen, die sich auf die Firmung vorbereiten. Die einstige Weberstadt mit ihrer interessanten Geschichte und Kultur, in der ein wichtiges religiöses Zentrum der chassidischen Rabbiner war – Zadiki, und ebenso der evangelischen Kirche, empfängt heute Pilger, die auf den Spuren der Heiligen Schwester Faustina sind. Mehr.

Den Spuren der Heiligen Schwester Faustina folgend, gehen wir von ihrem Haus in Głogowiec eine Strecke von etwa zwei Kilometern zur Pfarrkirche in Świnice Warckie. Diese Strecke ging Helena Kowalska mit ihren Eltern und Geschwistern an jedem Sonntag. Später legte sie die Strecke jeden Tag zur Schule zurück. In der Kirche ist das Taufbecken erhalten, an dem sie zwei Tage nach ihrer Geburt – am 27. August 1905 – zum Kind Gottes wurde und in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wurde. Dort befindet sich auch der Beichtstuhl, der sich an ihre erste Beichte und viele weitere Beichten ihrer Kindheit erinnert. In dieser Kirche empfing sie zum ersten Mal Jesus in der Heiligen Kommunion und hörte die Stimme der Berufung, Gott zu dienen. Heute ist die Dorfkirche des Heiligen Kazimierz das Sanktuarium der Taufe und Geburt der Heiligen Schwester Faustina, das von zahlreichen Pilgern aus Polen und der ganzen Welt aufgesucht wird. Leider ist die Schule, die zur Zeit der russischen Teilung im Jahre 1917 eröffnet wurde und die die Apostelin der Barmherzigkeit Gottes drei Jahre lang besuchte, nicht mehr erhalten. Mehr.

In der Ferienzeit treten viele Menschen in die Fußstapfen der Heiligen Schwester Faustina. Deshalb möchten wir auch unseren Internetnutzern eine virtuelle Pilgerreise anbieten, die sie an die Orte führt, die mit dem Leben der Heiligen und der prophetischen Mission, die sie von Jesus erhalten hat, verbunden sind. Wir beginnen mit dem Geburtsort der Apostelin der Barmherzigkeit Gottes in Głogowiec. Das Haus der Familie Kowalski gehört jetzt zum Sanktuarium der Taufe und Geburt der Heiligen Schwester Faustina in Świnice Warckie. Dort kann man sehen, wie die Familie der Apostelin der Barmherzigkeit Gottes wohnte und lebte. Die ehemaligen Wirtschaftsgebäude wurden an die Bedürfnisse der anreisenden Pilger angepasst. Die Schwestern aus dem Kloster der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit in Świnice Warckie kümmern sich um das Haus der Heiligen Schwester Faustina in Głogowiec. Mehr.

Aufgrund von Google’s Änderungen im Betriebssystem wurde die App faustyna.pl für Andorid aktualisiert und an die neue Technologie angepasst. Sie wird langsam bei den Personen aktualisiert, die die App bereits installiert haben und man kann sie über Google Play oder unter www.faustyna.pl herunterladen. Die App in 7 Sprachen beinhaltet: vor allem einen schnellen Zugang zu Online-Übertragungen aus dem Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Łagiewniki, Nachrichten (Ankündigungen und Fotoreportagen der wichtigsten Ereignisse), Botschaften aus dem „Tagebuch“ für jeden Tag und die Möglichkeit, dieses Werk zu nutzen, eine Präsentation mit den Gnaden des gnadenreichen Bildes des barmherzigen Jesus, Botschaften für Pilger sowie einfachen Zugang zu relevanten Inhalten im Zusammenhang mit der Botschaft der Barmherzigkeit Gottes und der Heiligen Schwester Faustina in Textdokumenten und Multimediadateien sowie des Werks „Rosenkranz der Barmherzigkeit für die Sterbenden“.

Da eine neue Autobahn in Krakau-Lagiewniki gebaut wird, wird die Zufahrt ins Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki verändert. Dies betrifft nicht nur PKW und Busse, sondern auch die Pilger, die das Heiligtum mit der Straßenbahn erreichen wollen. Die Haltstelle: ‘Sanktuarium Bozego Milosierdzia’ wurde vorübergehend geschlossen. Man sollte jetzt entweder an der Haltestelle: ‘ZUS’ oder ‘Borek Falecki’ aussteigen und von dort aus weiter zu Fuß gehen.

Wenn wir weiter den Fußstapfen der hl. Faustina folgen, erreichen wir im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki das Gebäude, das sich entlang der Faustina-Straße befindet. Die Schwestern nennen dieses „Antoninek”. Das alte, mehrstöckige Gebäude mit der ehemaligen Pforte wurde abgerissen. Ein neuer Bau mit Zimmern für die Pilger wurde errichtet. Hier hat auch der Verein der Apostel der Barmherzigkeit Gottes „Faustinum” seinen Sitz.

Schwester Faustina wohnte im ersten Stock in „Antoninek” vom September 1937 bis zum März 1938. Seit Januar 1938 war sie sehr krank und hat die meiste Zeit in ihrem Zimmer verbracht. In dieser Zeit schrieb sie mehr als 50 außergewöhnliche Gnaden in ihrem Tagebuch nieder. Es waren vor allem die Treffen mit Jesus. Diese bezogen sich auf die Mission der Verkündung der Botschaft der Barmherzigkeit, auf das geistliche Leben und die Stärkung im Kampf gegen den bösen Geist. An diesem Ort schrieb Sr. Faustina die bekannten Worte Jesu nieder: Im Alten Testament habe Ich zu meinem Volk Propheten mit Blitz und Donner gesandt. Heute sende ich dich zu der ganzen Menschheit mit meiner Barmherzigkeit (TB 1588). Hier hörte sie auch einige Verheißungen Jesu, die den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes, die Verkündung der Botschaft der Barmherzigkeit und die Stunde der Barmherzigkeit betrafen.

Ich erinnere dich daran, meine Tochter, dass du, so oft du die Uhr die dritte Stunde schlagen hörst, dich ganz in meine Barmherzigkeit versenkst, sie verherrlichst und sie preist. Rufe ihre Allmacht herab für die ganze Welt, besonders aber für die armen Sünder, denn jetzt steht sie für jede Seele weit geöffnet. In dieser Stunde kannst du alles für dich selbst und für andere erbitten. In dieser Stunde kam die Gnade für die ganze Welt. Barmherzigkeit besiegte die Gerechtigkeit. Meine Tochter, bemühe dich in dieser Stunde, den Kreuzweg abzuhalten.

Wenn dir das aber nicht möglich ist, dann gehe für eine Weile in die Kapelle und verehre mein Herz, das voller Barmherzigkeit im Allerheiligsten Sakrament verweilt. Falls dir auch das nicht möglich ist, versenke dich, wenn auch nur kurz, im Gebet, an dem Ort, wo du gerade bist. Ich verlange für meine Barmherzigkeit Ehre von jedem Geschöpf, aber zu allererst von dir, denn dir gab Ich dieses Geheimnis am tiefsten zu erkennen (TB 1572).

An diesem Ort erlebte sie auch ein wichtiges Treffen mit der Mutter Gottes: In großer Helligkeit erblickte ich die Muttergottes. Sie trug ein weißes Kleid mit kleinen goldenen Sternen übersät, die Ärmel im Dreieck mit Gold ausgeschlagen. Ihr Mantel war himmelblau, leicht um die Schultern gehüllt, auf dem Haupt trug sie einen leicht aufgelegten, durchsichtigen Schleier; die Haare waren offen, schön zurechtgelegt; sie trug eine goldene Krone, mit Kreuzchen an den Zacken. Auf dem linken Arm hielt sie das Jesuskind. So hatte ich die Muttergottes noch nicht gesehen. Sie schaute mich gütig an und sagte: «Ich bin die Muttergottes der Priester.» Sie ließ das Jesuskind von ihrem Arm auf die Erde herab, erhob ihre rechte Hand zum Himmel und sagte: «O Gott, segne Polen, segne die Priester.» Dann sagte sie mir: «Sag das, was du gesehen hast, den Priestern.» (TB 1585).

Wenn wir weiter den Spuren der hl. Faustina im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki folgen, werden wir eine längere Zeit vor dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina inne halten. In dieser Kapelle verbrachte die Apostelin der Barmherzigkeit Gottes während ihres Aufenthaltes in Krakau täglich mehrere Stunden im Gebet. Hier erlebte sie 116 Visionen und mystische Begegnungen mit der Heiligen Dreifaltigkeit, mit Jesus und der Mutter Gottes sowie mit den Heiligen und den armen Seelen. Von großer Bedeutung sind beispielsweise schöne Gespräche zwischen Gott und verschiedenen Seelen: einer sündigen (TB 1485), verzweifelten (TB 1486), leidenden (TB 1487), einer, die zur Vollkommenheit strebt (TB 1488) und einer vollkommenen (TB 1489), die Schwester Faustina in ihrem „Tagebuch” niedergeschrieben hat. Diese entdecken die Größe der Liebe Gottes zu jedem Menschen und zeigen den Weg zur Vereinigung mit ihm. In der Kapelle in Lagiewniki sah Schwester Faustina Jesus (27 Mal) oder hörte ihn (fast 60 Mal). Wichtig sind hier besonders diese Jesu-Visionen, die die biblischen Ereignisse betreffen: Jesu Einzug in Jerusalem, die Einsetzung der Eucharistie, die Paschamysterien sowie die Botschaft der Barmherzigkeit. Hier folgt ein Zitat aus dem „Tagebuch der hl. Faustina“ über die Einsetzung der Eucharistie: „Jesus erlaubte mir, den Abendmahlsaal zu betreten und ich erlebte alles, was dort geschah. Am tiefsten wurde ich von dem Moment ergriffen, in welchem Jesus vor der Wandlung seine Augen zum Himmel erhob und in ein geheimnisvolles Gespräch mit seinem Vater einging. Diesen Augenblick werden wir erst in der Ewigkeit richtig kennenlernen. Seine Augen waren wie zwei Flammen, das Antlitz erglüht, weiß wie Schnee, die ganze Gestalt voller Herrlichkeit, seine Seele in Sehnsucht. Im Augenblick der Wandlung ruhte die erfüllte Liebe — das Opfer war in ganzer Fülle vollzogen. Jetzt soll nur noch die äußere Zeremonie des Sterbens erfüllt werden — die äußere Verrichtung, das Wesentliche geschah im Abendmahlsaal. Mein ganzes Leben lang hatte ich keine so tiefe Erkenntnis dieses Geheimnisses wie in dieser Anbetungsstunde. Oh, wie sehnsüchtig wünsche ich, dass die ganze Welt dieses unergründliche Geheimnis erkennt!” (TB 684).

Der nächste Ort, verbunden mit den Visionen im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki ist das Kloster. Die außergewöhnlichen Begegnungen mit den Heiligen gab es im Schlafzimmer, Krankenzimmer, Refektorium, in den Fluren, Sprechzimmern, im Büro der Oberin oder im Saal der Gemeinschaft. Jesus gab Sr. Faustina wichtige Informationen, die sich auf die Botschaft der Barmherzigkeit bezogen haben, und mit denen Er sie in die ganze Welt gesandt hat. Im September 1936 hörte Sr. Faustina ein großes Versprechen, das mit dem Beten des Rosenkranzes zur Barmherzigkeit Gottes verbunden war: Bete unablässig den Rosenkranz, den Ich dich gelehrt habe. Wer auch immer ihn beten wird, der erfährt in seiner Todesstunde meine große Barmherzigkeit. Die Priester werden ihn den Sündern als letzten Rettungsanker reichen. Sollte es der verstockteste Sünder sein — falls er nur einmal diesen Rosenkranz betet, wird ihm die Gnade meiner unendlichen Barmherzigkeit zuteil. Ich wünsche, dass die ganze Welt meine Barmherzigkeit erkennt. Unbegreifliche Gnaden will ich jenen Seelen erteilen, die meiner Barmherzigkeit Vertrauen schenken (TB 687).

Im Kloster begegnete Sr. Faustina oftmals Jesus, der Mutter Gottes, der hl. Theresia vom Kinde Jesu, oder den armen Seelen. Am 15. August 1937 wählten die Schwestern die Mutter Gottes zur himmlischen Generaloberin der Kongregation. Sr. Faustina sah damals Maria und beschrieb diese Begegnung wie folgt: „Während dieses Aktes, der zur Ehre der Gottesmutter stattfand, sah ich zum Schluss die seilige Jungfrau. Sie sagte mir: «Die Huldigung eurer Liebe freut mich sehr.» Im selben Augenblick umhüllte sie alle Schwestern unserer Kongregation mit ihrem Mantel. Mit der rechten Hand drückte sie die Mutter Generaloberin Michaela an sich und mit der linken mich. Alle anderen Schwestern befanden ihr zu Füßen, von ihrem Mantel umhüllt. Da sagte die Muttergottes: «Jede, die bis zum Tode eifrig in meiner Kongregation ausharrt, bleibt vom Fegefeuer verschont. Ich wünsche, dass sich jede durch folgende Tugenden auszeichnet: Demut und Sanftmut, Reinheit, Gottesliebe und Nächstenliebe, Güte und Barmherzigkeit.» — Nach diesen Worten entschwand die ganze Kongregation; ich blieb mit der heiligen Gottesmutter allein. Sie belehrte mich über den Willen Gottes, wie er im Leben anzuwenden sei und wie man sich restlos seinem heiligsten Urteil unterwerfen soll. Gott zu gefallen, ist nicht möglich, ohne seinen heiligen Willen zu tun. — «Meine Tochter, mit Nachdruck empfehle Ich dir, dass du alle Wünsche Gottes treu erfüllst, denn das findet großes Wohlwollen in seinen heiligen Augen. Ich wünsche, dass du dich darin hervortust, den Willen Gottes treu zu vollziehen. Stelle den Willen Gottes über alle Brandopfer und Opfer.» Während die himmlische Mutter zu mir sprach, kam in meine Seele tiefes Verständnis für den Willen Gottes (TB 1244).

 

 

Wenn wir weiter den Fußstapfen der hl. Faustina folgen, nachdem wir das Tor passiert haben und dem barmherzigen Jesus in der Getsalt eines armen Jünglings begegnet sind, halten wir auf dem Platz vor dem Kloster inne. Hier befinden sich alte Bäume und ein Blumenbeet mit der Figur des hl. Joseph, die sich sicherlich an eine Jesu-Vision von Schwester Faustina im Mai 1933 erinnert. Am Tag der Abreise nach Vilnius (am 23. Mai) ging Schwester Faustina vor das Kloster und stand beim Blumenbeet. Sie blickte auf den Garten, das Haus, erinnerte sich, wie viele Ganden sie an diesem Ort erhielt in Postulat, Noviziat, nach den ersten und den ewigen Gelübden sowie durch ihren Seelenführer P. Josef Andrasz SJ. Es tat ihr leid, das Kloster zu verlassen. Tränen standen in ihren Augen und dann erblickte sie plötzlich Jesus am Blumenbeet, der ihr sagte: Weine nicht, Ich bin immer mit dir (TB 259). Diese Jesu-Vision und die Erfahrung seiner Gegenwart waren so stark, das sie Schwester Faustina auf der Reise nach Vilnius stets begleitet haben.